Am 19. Mai um 17:20 Uhr Ortszeit kam es in einem Zug der Linie 2A der Hanoi Urban Railway (Stadtbahn Gia Ling-Ha Dong) zu einem Ausfall der Klimaanlage, wodurch Kondenswasser in den Waggon gelangte. Einige Passagiere hielten Regenschirme in der Hand, um dem Wasser im fahrenden Zug auszuweichen, und das Video vor Ort erregte in den sozialen Medien Aufmerksamkeit.

Der Betreiber, die Hanoi Metro Company, gab umgehend eine Erklärung heraus, in der er bestätigte, dass der Unfall durch einen anormalen Kondensatausstoß aufgrund einer Fehlfunktion der Klimaanlagensteuerung verursacht worden sei. Der defekte Zug wurde umgehend zur Wartung ins Depot zurückgebracht und die Techniker schlossen mit Unterstützung von Experten die Systemreparatur am nächsten Tag ab. Die Hanoi Metro hat außerdem eine Sonderinspektion der Klimaanlagen aller Züge auf der Strecke durchgeführt, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
Der Vorstandsvorsitzende der Hanoi Metro sagte bei der Unfallbesprechung: „Während der Projektübergabe konzentrierte sich die Schulung unseres technischen Personals hauptsächlich auf die Wartung der Geräte, und es mangelte an Fähigkeiten zur Fehlerbehebung. Daher mussten wir bei jedem technischen Defekt auf die Unterstützung externer Experten zurückgreifen.“ Als erste städtische Schienenverkehrslinie Vietnams wurde die Stadtbahnlinie im November 2021 offiziell in Betrieb genommen.
Um das Problem der Technologieabhängigkeit zu lösen, hat die Hanoi Metro der Stadtregierung einen Sonderplan vorgelegt, der die Verbesserung ihrer unabhängigen Wartungskapazitäten durch eine Kombination aus „Wartungspraxis + technischer Schulung“ vorsieht. Geplant ist die Durchführung von Zugüberholungsarbeiten unter Anleitung von Experten und die gleichzeitige systematische Schulung des technischen Personals mit dem Ziel einer autonomen Instandhaltung.









