de.wedoany.com-Bericht: Das portugiesische Unternehmen Galp erklärte am 22. Juli, dass es die Entwicklung eines Windkraftprojekts in den Gemeinden Ourique und Odemira im Bezirk Beja prüft. Geplant ist die Installation von etwa 22 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 158 Megawatt.
In einer schriftlichen Antwort auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Lusa bestätigte Galp, dass sich das als „Projeto Eólico Mira“ (Windkraftprojekt Mira) bezeichnete Vorhaben derzeit in der frühen Entwicklungsphase befinde. Das Unternehmen gab an, dass das Projekt die hybride Nutzung eines Solarparks in Ourique für die Windenergieerzeugung vorsieht.

Laut Galp hat das Unternehmen im Juni 2026 bei der portugiesischen Umweltbehörde (APA) einen Vorschlag zur Festlegung des Untersuchungsrahmens (PDA) eingereicht, den ersten Schritt des Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahrens. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, die Stellungnahmen der zuständigen Stellen zu den „Themen, die in der künftigen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) untersucht werden sollten, und den anzuwendenden Methoden“ einzuholen. Erst nach Abschluss dieser Phase wird der formelle UVP-Bericht erstellt, der die potenziellen Auswirkungen des Projekts, Alternativen sowie Maßnahmen zur Vermeidung von Umweltrisiken bewertet.
Das Unternehmen betonte, dass aufgrund des genannten Verfahrens die „endgültige Konfiguration“ des Projekts, die „Anzahl der Windkraftanlagen“ oder die „genauen Standorte“ bestimmter Strukturen je nach den Ergebnissen künftiger technischer und Umweltstudien noch angepasst werden könnten. In der vorläufigen Konfiguration umfasst das Projekt maximal 22 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von rund 158 Megawatt.
Angesichts des Fortschritts der verschiedenen Genehmigungs- und Entwicklungsphasen wird der Baubeginn des Windparks voraussichtlich nicht vor 2029 erfolgen. Das Projekt sieht eine Hybridisierung mit dem in der Region Ourique in Entwicklung befindlichen Photovoltaikkraftwerk vor, um Solar- und Windenergieerzeugung auf demselben Gebiet zu kombinieren und die Nutzungseffizienz der bestehenden Strominfrastruktur zu erhöhen. Galp gab in dieser Phase keine Angaben zu den voraussichtlichen Investitionskosten, mit der Begründung, dass die endgültige Konfiguration noch nicht feststehe.
Galp stellte klar, dass sich das Mira-Projekt grundlegend von dem inzwischen eingestellten Cachenas-Projekt unterscheide. Letzteres erstreckte sich über vier Gemeinden in Odemira (Beja), Santiago do Cacém und Sines (Setúbal). Das Unternehmen erklärte, das Mira-Projekt sei nicht aus der Einstellung des Cachenas-Windparks entstanden und beide unterschieden sich in Zielsetzung, Rahmen und Entwicklungsmodell. Das Cachenas-Projekt war für die direkte Versorgung der Elektrolyseure der Raffinerie in Sines mit erneuerbarer Energie vorgesehen, während das Mira-Projekt als Hybridprojekt zur Einspeisung von Strom in das nationale Stromnetz konzipiert ist. Das Unternehmen gab an, dass das Mira-Projekt seit Jahren untersucht werde und seine Entwicklung unabhängig vom Fortschritt des Cachenas-Windparks erfolge. Galp teilte zudem mit, dass das Unternehmen stets im Kontakt mit den lokalen Gemeinschaften stehe und das Projekt über die Gemeindeverwaltungen sowie die Stadtverwaltungen von Odemira und Ourique vorstelle und Meinungen einhole.










