ABB führt eine einheitliche Plattform für die automatisierte Verwaltung von Firmware-Updates industrieller Geräte ein
2026-07-24 11:53
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de.wedoany.com-Bericht: ABB stellt eine anbieterunabhängige Plattform zur automatisierten Verwaltung des Lebenszyklus und der Firmware-Updates von Feldgeräten vor. Das System zielt darauf ab, die Betriebskomplexität industrieller Netzwerke zu reduzieren und die Cybersicherheit zu erhöhen, indem es den bisher tagelangen Update-Prozess auf wenige Stunden verkürzt.

Einheitliche Plattform für die automatisierte Verwaltung von Firmware-Updates industrieller Geräte

Mit der zunehmenden Digitalisierung von Prozess- und Fertigungsanlagen steigt die Anzahl vernetzter Instrumente, die unter verschiedenen Herstellern, Netzwerken und Kommunikationsprotokollen betrieben werden. Die Technologie integriert das Anlagenmanagement durch die Unterstützung offener Industriestandards wie Ethernet-APL, FDI (Field Device Integration) und PA-DIM, um dieser Heterogenität zu begegnen.

Die Softwarearchitektur der Plattform ermöglicht die automatisierte Durchführung herstellerunabhängiger Batch-Firmware-Updates und ersetzt die bisherige sequenzielle Einzelintervention, sodass Techniker sich auf Prozessoptimierung und prädiktive Wartungsanalysen konzentrieren können.

Die Lösung integriert das branchenweit erste native Software-Update-Plugin (SUP) für die Feldgeräteintegration basierend auf der FDI-Spezifikation. Dieses Plugin ermöglicht es Hardwareherstellern, standardisierte Firmware-Pakete bereitzustellen, die bereits integrierte Update-Logik enthalten. Dieser Mechanismus erlaubt die Durchführung großflächiger Firmware-Ladevorgänge im Hintergrund, wobei der Prozess isoliert wird, um den Betriebsablauf in der Fertigungshalle nicht zu beeinträchtigen.

Das Tool ist nativ bidirektional in ABBs System 800xA und Symphony Plus DCS (Distributed Control System) integriert. Der Datenaustausch mit der DCS-Plattform erweitert die Diagnosefähigkeiten, beispielsweise durch die Durchführung automatischer Tests während der Inbetriebnahmeroutinen.

Stefan Basenach, Senior Vice President für Automatisierungstechnik bei ABB, erklärte, dass Industrieorganisationen immer mehr vernetzte Geräte einsetzen, was Chancen zur Leistungssteigerung schafft, aber auch die Komplexität des Lebenszyklusmanagements erhöht. Field Information Manager 3.5 hilft Kunden, diese Komplexität durch die Automatisierung von Geräteinbetriebnahme, Wartung und Firmware-Updates zu bewältigen. Durch die Reduzierung manueller Arbeit und die Verbesserung der Cybersicherheitsbereitschaft können Teams mehr Zeit für die Steigerung von Anlagenleistung, Zuverlässigkeit und Effizienz aufwenden.

Im Ökosystem des Feldanlagenmanagements führen Plattformen wie Endress+Hausers FieldCare, Emersons AMS Device Manager und PACTware ähnliche Parametrierungs- und Überwachungsfunktionen aus. Bisher führten Bandbreitenengpässe bei der massenhaften Verteilung von Firmware-Dateien über traditionelle Feldnetzwerke wie HART oder PROFIBUS PA zu langsamen Updates.

Die im neuen Ansatz verwendete Ethernet-APL-Physikschicht erhöht die Datenübertragungsfähigkeit auf Twisted-Pair-Kabeln auf 10 Mbit/s und beseitigt Netzwerkbeschränkungen während der Binärdateiübertragung. Im Gegensatz zur FDT/DTM-Architektur, die eine lokale Installation proprietärer Treiber erfordert, standardisiert die Implementierung der FDI SUP-Spezifikation die Schnittstelle direkt im FDI-Framework des Geräts, sodass Updates parallel ohne Abhängigkeit von externen Tools auf Steuerungsebene durchgeführt werden können.

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