Starker Sturm in Rio de Janeiro: Windgeschwindigkeiten von 105 km/h verursachen Stromausfälle und Verkehrschaos
2026-07-30 13:39
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de.wedoany.com-Bericht: Am Mittwochnachmittag (28.) wurde die Stadt Rio de Janeiro von heftigen Windböen heimgesucht, die in mehreren Stadtteilen zu Stromausfällen und einem Zusammenbruch des öffentlichen Nahverkehrs führten. Die Wetterstation in Santa Cruz im Westen der Stadt maß eine maximale Windgeschwindigkeit von 92 km/h, während der Flughafen Galeão im Norden gegen 17:00 Uhr Böen von 105,5 km/h registrierte.

Sturm verursacht Stromausfälle und legt Verkehr in Rio de Janeiro lahm. Foto: Tânia Rêgo/Agência Brasil

Die Feuerwehr des Bundesstaates Rio de Janeiro führte 26 Rettungseinsätze durch, bestätigte vier Gebäudeeinstürze und kümmerte sich um 30 umgestürzte Bäume. Der Stromkonzessionär Light gab in einer Erklärung bekannt, dass ein externer Vorfall zu einem flächendeckenden Stromausfall in der gesamten Stadt geführt habe. Das Unternehmen erklärte, die Reparaturteams arbeiteten mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Stromversorgung und meldete gegen 18:00 Uhr die vollständige Normalisierung der Stromversorgung in der Stadt.

Der U-Bahn-Konzessionär Metrô Rio stellte um 16:40 Uhr den Betrieb auf drei U-Bahn-Linien ein. Fahrgäste berichteten über soziale Medien, dass sie in den Waggons eingeschlossen seien. Etwa eine Stunde später gab das Unternehmen bekannt, dass die Linien 1 und 4 ihren Betrieb wieder aufgenommen hätten und die Taktung sich allmählich normalisiere, die Linie 2 jedoch weiterhin außer Betrieb sei. Auch der Zugverkehr der Trens RJ war unterbrochen. Im BRT-Schnellbussystem beschädigte der starke Wind das Dach der Haltestelle Dom Bosco in Santa Cruz im Westen der Stadt, woraufhin die Station geschlossen wurde.

Auch der Luftverkehr war betroffen. Nach Angaben der Flughafenverwaltung Infraero stellte der Flughafen Santos Dumont um 16:52 Uhr den Betrieb ein und war bis 18:00 Uhr noch nicht wieder aufgenommen worden. In dieser Zeit wurden fünf kommerzielle Flüge und ein Geschäftsreiseflugzeug auf andere Flughäfen umgeleitet, vier weitere Flüge wurden gestrichen. Am internationalen Flughafen Rio de Janeiro (Galeão) mussten vier geplante Landungen umgeleitet werden.

Angesichts der schwerwiegenden Auswirkungen des Sturms rief die Stadtverwaltung von Rio de Janeiro die Alarmstufe 2 aus – das städtische Warnsystem umfasst insgesamt fünf Stufen, wobei Stufe 2 ein hohes Risikoereignis für die Stadt bedeutet. Nach Angaben des Frühwarnsystems Alerta Rio gibt es derzeit kleinere Regenwolkenfelder und tiefe Wolken, die das Stadtgebiet beeinflussen; andere Wolkenfelder in den Bergregionen bewegen sich nicht in Richtung Stadtzentrum. In den nächsten Stunden wird lokal mit geringen Niederschlägen gerechnet.

Bürgermeister Eduardo Cavaliere rief die Bevölkerung über soziale Medien dazu auf, das Haus nicht zu verlassen. Er informierte die Einwohner der Stadt, dass die Stadt sehr starke Windböen erlebe, die voraussichtlich bis zum Abend anhalten würden; die Menschen auf dem Heimweg sollten offene Flächen und Vordächer von Gebäuden meiden; in allen Stadtteilen gebe es umgestürzte Bäume.

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