Niederländisches Fugro erwartet keine Erholung des Offshore-Windmarktes vor 2027
2026-08-01 16:59
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de.wedoany.com-Bericht: Am 31. Juli erklärte das niederländische Geodaten-Unternehmen Fugro, dass die Flaute im Offshore-Windmarkt noch nicht ihren Tiefpunkt erreicht habe und eine Erholung erst nach 2027 erwartet werde.

Fugro teilte am Freitag mit, dass die schwache Nachfrage im Offshore-Windmarkt in Verbindung mit den Konflikten im Nahen Osten die operative Unsicherheit weiterhin hoch halte. Das Unternehmen wies zudem darauf hin, dass eine geringere Sichtbarkeit des Auftragsbestands und ein verschärfter Wettbewerb die Geschäftsergebnisse im zweiten Halbjahr belasten würden. Nach Bekanntgabe der Nachricht fiel der Aktienkurs des Unternehmens um etwa 10 Prozent.

Den Daten zufolge sank der 12-Monats-Auftragsbestand von Fugro um 13,9 Prozent, wobei der Auftragsbestand im Offshore-Windbereich um 47 Prozent einbrach. Das Unternehmen ist auf geotechnische, Vermessungs-, Unterwasser- und Geowissenschaftsdienstleistungen spezialisiert. Aufgrund von Projektverzögerungen und -stornierungen im Bereich der erneuerbaren Energien, insbesondere auf dem US-Markt, verzeichnete das Unternehmen zum Eintritt in das Jahr 2026 einen Jahresverlust von 21 Millionen Euro (etwa 24,2 Millionen US-Dollar) und kürzte die Dividende um 80 Prozent.

Trotz der insgesamt schwachen Aussichten verzeichnete Fugro im ersten Halbjahr dennoch ein Umsatzwachstum von 4,3 Prozent auf 920,5 Millionen Euro, das vor allem durch das Wachstum in den Märkten für Öl und Gas, Infrastruktur und Wasser getragen wurde. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 2,3 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 4,1 Prozent.

Vorstandsvorsitzender Mark Heine erklärte, die Verschlechterung im Offshore-Windmarkt habe die Erwartungen übertroffen. „Wir hatten angenommen, dass der Markt stabiler sein würde, und dachten, dass er in diesem Jahr den Tiefpunkt erreicht hätte – nun sehen wir, dass er sich vor einer erneuten Erholung offensichtlich noch weiter abschwächen wird.“

Heine sagte, Fugro gehe nun davon aus, dass die Aktivitäten im Offshore-Windbereich ab 2027 wieder anziehen würden, und fügte hinzu, dass die Regierungen noch immer an neuen Vertragsstrukturen arbeiteten, die für den Neustart von Projekten erforderlich seien. Er erklärte zudem, dass die Spannungen im Nahen Osten den Betrieb in Teilen der Golfregion gestört hätten, wobei Störungen des GPS-Signals an manchen Tagen den Einsatz von Schiffen unmöglich machten.

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