Portugiesische Hafenbehörde APDL schlägt neues Managementmodell für den Douro vor – Reaktion auf auslaufende Lizenzen 2027
2026-08-05 10:43
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de.wedoany.com-Bericht: Die meisten Lizenzen für Seetourismus-Betreiber auf dem Douro laufen 2027 aus. Die portugiesische Hafenbehörde für Douro, Leixões und Viana do Castelo (APDL) hat der Branche nun einen Vorschlag für ein Betriebsmodell der schiffbaren Wasserstraße unterbreitet. Die Betreiber äußerten am Montag ihre Besorgnis über das bevorstehende Auslaufen der Lizenzen.

Sebastian Muñoz/Unsplash

Ein offizieller Sprecher der APDL teilte der Nachrichtenagentur Lusa mit, dass die Hafenbehörde am vergangenen Donnerstag (30. Juli) ein Treffen mit allen Betreibern der Branche abgehalten habe, auf dem der genannte Vorschlag vorgelegt wurde. Dieser Vorschlag werde nach den geltenden rechtlichen Verfahren weiterverfolgt, bis er von den zuständigen Stellen genehmigt werde.

Dem Sprecher zufolge zielt das vorgeschlagene Modell darauf ab, die Kontinuität der Seetourismus-Aktivitäten auf dem Douro zu gewährleisten, den Betreibern Stabilität und Planbarkeit zu bieten und Bedingungen für eine nachhaltige Entwicklung der Branche zu schaffen. Gleichzeitig strebe das Modell eine Anbindung an den rechtlichen Rahmen für die Verwaltung öffentlicher Bereiche an, um Transparenz, Chancengleichheit für die Betreiber und die Wahrung des öffentlichen Interesses sicherzustellen. Die APDL erklärte, sie werde den Dialog mit der Branche weiter fördern und sei bereit, Anregungen der Betreiber aufzunehmen und zu integrieren, die vor der endgültigen Genehmigung zur Verbesserung des Vorschlags dienen könnten.

Diese Reaktion der Hafenbehörde erfolgte, nachdem der Verband für Seetourismus-Aktivitäten auf dem Douro (AAMTD) am Montag eine Warnung ausgesprochen hatte. Der Verband wies darauf hin, dass das Auslaufen der Lizenzen ein Risiko für private Investitionen in der Region, Arbeitsplätze und die Wettbewerbsfähigkeit des Flusstourismus darstelle, und kritisierte das „Schweigen" der Behörden über die künftige Lösung für diese Aktivität. Der Verband erklärte, dass die Hafenbehörde den Betreibern trotz seit Oktober 2025 gestellter offizieller Anfragen bislang keine Lösung mitgeteilt habe.

Diese Lizenzen haben Laufzeiten von sieben bis zehn Jahren und regeln die Nutzung öffentlicher Wasserbereiche wie Ufer, Flussbett und Anlegestellen, die von der APDL verwaltet werden.

Einer der Vorschläge des Verbands ist die Verlängerung der Lizenzlaufzeiten. Die AAMTD schlägt vor, dass die Laufzeiten proportional zum Investitionsumfang sein sollten, in Anlehnung an die in anderen europäischen schiffbaren Wasserstraßen und Hafenbereichen übliche Laufzeit von 35 Jahren. Diese von der Branche geforderte Zeitspanne entspricht etwa dem Vierfachen der derzeitigen Laufzeiten und steht im Einklang mit dem tatsächlichen Amortisationszyklus der Infrastruktur. Darüber hinaus hat der Verband Empfehlungen zur Vorfahrtsfrage vorgelegt – ein Recht, das nach der Umsetzung europäischen Rechts abgeschafft wurde – und wünscht, dass bei der Vorfahrt Kriterien wie Dienstalter und tatsächliche Aktivität berücksichtigt werden, wobei eine Laufzeit festgelegt werden soll, die eine „Amortisation sicherstellt", statt der derzeit praktizierten Laufzeiten.

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