de.wedoany.com-Bericht: Am 10. August bestätigte die Umweltbehörde Omans, dass der Ölteppich, der durch die Havarie des gestrandeten Tankers „Caroline Bezenji" entstanden ist, eine Fläche von etwa 390 Quadratkilometern erreicht hat. Der Ölteppich befindet sich vor der Küste eines Naturschutzgebiets in der Nähe der omanischen Küste und hat sich bereits bis auf etwa 7 Kilometer an die Küste ausgebreitet. Die zuständigen Behörden Omans leiten derzeit Maßnahmen zur Bekämpfung der Verschmutzung ein.

Der Tanker meldete am 8. Juni erstmals eine Störung vor der Küste Jemens und strandete anschließend in omanischen Gewässern. Am 2. Juli ergaben die von der omanischen Umweltbehörde veröffentlichten vorläufigen Untersuchungsergebnisse noch keine Ölverschmutzung in den umliegenden Meeresgebieten; anschließend zeigten Satellitenbilder, dass sich der Ölteppich kontinuierlich von der Umgebung des Schiffsrumpfs nach außen ausbreitete. Die omanische Regierung gab am 10. August erstmals das Ausmaß der Verschmutzung bekannt.
Die „Caroline Bezenji" ist 274 Meter lang, wurde 2001 gebaut und transportierte zum Zeitpunkt des Vorfalls nahezu 1 Million Barrel russisches Rohöl, das nach Asien geliefert werden sollte. Schiffsverfolgungsdaten zeigen, dass das Schiff im April in Russland Rohöl lud und Ende Mai den Suezkanal passierte. Zwei Personen aus dem Bereich der maritimen Sicherheit erklärten, dass die vorläufige Bewertung nach der ersten Störungsmeldung der Besatzung auf eine mögliche Explosion an Bord hindeutete; die Unfallursache ist jedoch weiterhin ungeklärt.
Das betroffene Meeresgebiet liegt in der Nähe des Naturschutzgebiets der Hallaniyat-Inseln, in dem Meerestiere wie der Arabische Buckelwal und der Sokotra-Kormoran vorkommen. Die omanische Umweltbehörde erklärte, dass die aktuelle Leckage bisher keine Bedrohung für die nahegelegenen Meerwasserentsalzungsanlagen und Tourismuseinrichtungen darstellt.
Das Vereinigte Königreich setzte die „Caroline Bezenji" im Februar 2026 auf seine Sanktionsliste gegen Russland und stellte fest, dass das Schiff am Transport von russischem Rohöl oder Erdölprodukten in Drittländer beteiligt war. Das Schiff war zuvor unter der Flagge Kameruns registriert, wurde jedoch im Juni von der Schiffsregistrierungsbehörde Kameruns gestrichen.





















