Brasilien genehmigt Konzessionsprogramm für Straßen im Wert von 5,9 Milliarden Real

2026-08-20 11:41
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de.wedoany.com-Bericht: Am 19. August hat der brasilianische Bundesrechnungshof (TCU) das Straßenkonzessionsprogramm Rota Agro Central geprüft und genehmigt, womit die Hürde der Prüfung für die Veröffentlichung der Ausschreibungsunterlagen und die Durchführung der Versteigerung durch die Regierung genommen ist. Nach dem aktuellen Modell belaufen sich die Investitionsausgaben des Projekts auf etwa 5,9 Milliarden Real und die Betriebsausgaben auf etwa 4,5 Milliarden Real. Die Regierung plant, die Versteigerung im Dezember 2026 durchzuführen.

Das Projekt umfasst Abschnitte der BR-070, BR-174 und BR-364 in den Bundesstaaten Mato Grosso und Rondônia, verbindet Cuiabá, Vilhena und Sapezal und erstreckt sich über eine Gesamtlänge von etwa 887,6 Kilometern. Vorgesehen ist eine Konzessionslaufzeit von 30 Jahren. Die Strecke durchquert die wichtigsten landwirtschaftlichen Anbaugebiete Zentralwestbrasiliens und ist ein bedeutender Bestandteil der Straßenverbindung für den Transport von Getreide und anderen Massengütern zu den nördlichen Exportkorridoren.

Die brasilianische Nationale Agentur für Landtransport (ANTT) hat bereits im Juni 2025 den Abschlussbericht der öffentlichen Konsultation, den Entwurf des Konzessionsprogramms sowie die Ausschreibungs- und Vertragsunterlagen genehmigt. Die brasilianische Entwicklungsbank hat zuvor an der Aktualisierung der technischen, wirtschaftlichen und umweltbezogenen Machbarkeitsstudien des Projekts mitgewirkt; die entsprechenden Unterlagen wurden anschließend dem TCU zur Prüfung des Privatisierungsprojekts vorgelegt.

Der TCU hatte die Prüfung im Dezember 2025 auf Ersuchen des Verkehrsministeriums ausgesetzt, um der Regierung Zeit für weitere Logistikanalysen zu geben. Im Rahmen der Prüfung konzentrierte sich der TCU insbesondere auf die Verkehrsmengenprognosen, die Konfiguration der dritten Fahrspur auf bestimmten Abschnitten, die Bestimmungen zur elektronischen Maut im Free-Flow-Verfahren, den Anpassungsmechanismus der Mautgebühren sowie die Vertragserfüllungsbürgschaften. Bei der diesmaligen Genehmigung richtete der zuständige TCU-Minister Benjamin Zymler dennoch mehrere Empfehlungen an die ANTT, die vor allem der Verbesserung der späteren Ausschreibungsbedingungen dienen.

Die aktuelle Genehmigung bedeutet nicht, dass das Projekt bereits an einen Betreiber vergeben wurde. Das Verkehrsministerium und die ANTT müssen die Ausschreibungsunterlagen weiterhin auf der Grundlage der Stellungnahme des TCU fertigstellen und das offizielle Versteigerungsdatum festlegen; der Betreiber, die endgültigen Mautsätze und die Zuschlagsbedingungen werden durch das Ergebnis des wettbewerblichen Vergabeverfahrens bestimmt.

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