Indien plant 100 neue Schiffe in fünf Jahren, um die Schifffahrtsautonomie voranzutreiben

2026-08-27 11:39
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de.wedoany.com-Bericht: Die indische Regierung treibt die Erweiterung der nationalen Handelsflotte voran, um die Abhängigkeit von ausländischen Flaggenflotten zu verringern und die Schifffahrtsausgaben zu senken. Das neu konstituierte National Shipping Board hat kürzlich einen Dialog abgehalten, bei dem Vertreter der Branche und der Regierung zusammenkamen, um eine Strategie für die Schifffahrtsautonomie zu entwickeln.

Das National Shipping Board wurde 1958 gegründet, um ursprünglich sicherzustellen, dass die Schifffahrtsbranche in der indischen Schifffahrtspolitik vertreten ist. Gemäß dem Merchant Shipping Act von 2025 wurde das Gremium neu konstituiert; seine Aufgabe ist es, das Ministerium für Häfen, Schifffahrt und Wasserstraßen (Ministry of Ports, Shipping & Waterways) zu beraten. Dies ist auch Teil der Vision von Premierminister Narendra Modi zur Entwicklung der Schifffahrtsbranche.

Die eintägige Konferenz wurde von Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal geleitet; Teilnehmer waren Reedereien, Finanziers, Regierungsbeamte sowie Auszubildende des indischen maritimen Ausbildungsinstituts. Die Teilnehmer schlugen vor, innerhalb der nächsten fünf Jahre bis zu 100 Schiffe hinzuzufügen, um die Abhängigkeit von ausländischen Flaggenflotten und die Schifffahrtskosten zu verringern. Modis Vision setzt außerdem das Ziel, die Hafenumschlagskapazität Indiens bis 2047 zu vervierfachen und 10 Milliarden Tonnen zu erreichen.

Shantanu Thakur, Staatsminister im indischen Ministerium für Häfen, Schifffahrt und Wasserstraßen, leitete eine Podiumsdiskussion zum Thema „Steigerung der indischen Tonnage: Chancen und Herausforderungen“. Thakur erklärte, Indien zahle jährlich fast 75 Milliarden US-Dollar an Frachtkosten an ausländische Schifffahrtsunternehmen für den Transport kritischer Güter wie Rohöl, Erdgas, Kohle und Harnstoff. „Dies ist kein Leistungsproblem indischer Reeder, sondern eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit und der Nachfragepartnerschaft.“

Die Podiumsteilnehmer berichteten dem Minister, dass die Betriebskosten unter indischer Flagge 16 bis 20 Prozent höher seien als unter ausländischer Flagge. Sie führten die höheren Kosten auf die Besteuerung von Schiffsimporten und Reparaturdienstleistungen in Indien, die Quellensteuer auf Seemannsgehälter, die Besteuerung von Frachteinnahmen sowie höhere inländische Kapitalkosten zurück, die ausländische Wettbewerber nicht zu tragen hätten. Indische Reeder müssten Frachtaufträge dennoch zu Preisen gewinnen, die denen ausländischer Schifffahrtsunternehmen entsprechen.

Die Konferenz befasste sich auch mit der Lage der indischen Seemannschaft, einschließlich Fragen der Lohnbesteuerung, Rentenlücken und des Wohlergehens der Seeleute. Die Regierung erklärte, sie weite die Ausbildung von Seeleuten aus, um breitere Beschäftigungswege zu erschließen, geschlechtsspezifische Unterschiede anzugehen und Arbeitskräften Qualifikationen in aufstrebenden Bereichen wie Kreuzfahrtschifffahrt und fortschrittlichem Schiffbau zu vermitteln.

Die Regierung hat neue Finanzierungs- und Unterstützungsprogramme angekündigt und die Küstenverkehrsvorschriften umfassend reformiert. Während der Konferenz verwies die Regierung auf das Container Manufacturing Assistance Scheme und betonte, dass Unternehmen wie Maersk begonnen hätten, in Indien hergestellte Container zu bestellen.

Sonowal erklärte, er begrüße den Fünf-Punkte-Fahrplan des National Shipping Board: Finanzreformen, garantierte Frachtunterstützung, Zugang zu wettbewerbsfähiger Finanzierung, regulatorische Straffung und echte Geschäftsfreundlichkeit. „Zusammengenommen sind dies nicht fünf separate Aufgaben, sondern das Gerüst dafür, dass eine Nation letztlich den Besitz über ihren eigenen Handel wählt.“ Der von den Podiumsteilnehmern vorgelegte Fahrplan mit fünf Säulen umfasst Finanzreformen, garantierte Frachtunterstützung, Zugang zu wettbewerbsfähiger Finanzierung, regulatorische Straffung sowie verbesserte Geschäftsfreundlichkeit (EODB). Wenn diese Maßnahmen umgesetzt werden, könnten sie Indien helfen, innerhalb von fünf Jahren 100 neue Schiffe hinzuzufügen und zu den fünf größten Schiffsbesitzernationen der Welt aufzusteigen.

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