US-Verkehrsministerium veröffentlicht nationale Strategie für autonome Fahrzeuge mit Fokus auf die Haushaltsjahre 2026–2030
de.wedoany.com-Bericht: Das US-Verkehrsministerium hat einen nationalen Strategiebericht für autonome Fahrzeuge veröffentlicht, in dem die Federal Motor Carrier Safety Administration (FMCSA) verpflichtet wird, die Betriebssicherheitsvorschriften zu überarbeiten und die Regeln für den Gefahrguttransport auf der Straße anzupassen, um eine breitere Anwendung von autonomen Lastkraftwagen und anderen Nutzfahrzeugen zu unterstützen. US-Verkehrsminister Sean Duffy hat die Strategie unterzeichnet und erklärte, sie ziele darauf ab, Innovatoren in die Lage zu versetzen, den Aufbau entsprechender Technologien schneller, intelligenter und sicherer voranzutreiben.

Der zwölf Seiten umfassende Bericht mit dem Titel „America Leads: DOT’s National Strategy for Automated Vehicles" listet die zentralen aktuellen und künftigen Aktivitäten des Verkehrsministeriums für die Haushaltsjahre 2026 bis 2030 auf. Das Dokument skizziert die Maßnahmen der Behörde zur Beseitigung redundanter Vorschriften, zur Aktualisierung wichtiger Regelungen und zur Gewährleistung der Sicherheit, um eine breitere Anwendung autonomer Fahrzeuge zu fördern. Duffy erklärte in einer Stellungnahme, dass neue Technologien wie autonome Fahrzeuge vielversprechend seien, um Verkehrstote zu reduzieren, die Mobilität zu verbessern und die Art und Weise des Reisens neu zu gestalten.

Um die Einführung autonomer Nutzfahrzeuge zu fördern, überarbeitet die FMCSA derzeit die Federal Motor Carrier Safety Regulations, um sicherzustellen, dass Nutzfahrzeuge mit automatisierten Fahrsystemen sicher auf die Straße gebracht und reguliert werden. Dem Bericht zufolge bleiben viele bestehende Standards im Zuständigkeitsbereich der FMCSA weiterhin anwendbar, beispielsweise die Anforderungen an Sicherheitsgurte für Fahrgäste; einige Vorschriften wurden jedoch unter der Annahme erlassen, dass sich ein menschlicher Fahrer im Fahrzeug befindet, und würden bei Anwendung auf autonome Fahrzeuge regulatorische Hürden schaffen, die nicht sicherheitsrelevant und unnötig sind.
Die FMCSA muss außerdem einen Notfallrahmen (Emergency Response Framework) für Nutzfahrzeuge mit automatisierten Fahrsystemen (ADS) entwickeln. Entsprechende Forschungsarbeiten werden ermitteln, wie Einsatzkräfte sicher und effektiv mit solchen Fahrzeugen interagieren können, mit dem Ziel, standardisierte Notfallmaßnahmen zu etablieren.
Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) wird weiterhin mögliche Sicherheitsmängel autonomer Fahrzeuge im Straßenverkehr bewerten, unter anderem durch Unfallberichte und Rückrufmechanismen, und gemeinsam mit Herstellern, Entwicklern und Betreibern an Lösungen arbeiten. Der Behördenleiter Jonathan Morrison erklärte, diese Strategie werde eine strenge Sicherheitsaufsicht gewährleisten und gleichzeitig das Potenzial der Technologie autonomer Fahrzeuge für einen sicheren Einsatz auf US-amerikanischen Straßen freisetzen.
Die zunehmende Automatisierung des Verkehrs wirft neue Fragen im Zusammenhang mit Bodenverkehrssystemen und dem Transport gefährlicher Güter auf. Die Pipeline and Hazardous Materials Safety Administration (PHMSA) hat einen Vorschlag zur Regelbildung veröffentlicht, um Interessenvertreter zu möglichen Änderungen der Hazardous Materials Regulations zu konsultieren, mit dem Ziel, den sicheren Transport gefährlicher Güter mithilfe hochautomatisierter Transportsysteme zu fördern.
Der Bericht befasst sich auch mit der Digitalisierung und Modernisierung der Interstate-Highways. Das Verkehrsministerium schlägt vor, ein nahtlos integriertes Verkehrsnetz zu erkunden, das durch Echtzeitdatenverbindungen die Art und Weise verändert, wie Menschen und Güter landesweit transportiert werden. Konkrete Maßnahmen umfassen die Zusammenarbeit mit Interessenvertretern, um entlang des Interstate-Highway-Systems einen Echtzeit-Datenaustausch zu Informationen wie Notfall-Sperrungen und temporären Straßenanpassungen zu ermöglichen. Straßenverbesserungen, erweiterte digitale Infrastruktur und Fahrzeug-zu-Alles-Kommunikation (V2X) werden als komplementäre Technologien betrachtet. Der Bericht weist zugleich darauf hin, dass autonome Fahrzeuge jetzt und in Zukunft nicht auf Informationen Dritter oder intelligente Infrastruktur für sicherheitskritische Aktivitäten angewiesen sein werden; Infrastruktur- und Telekommunikationsumbauten seien keine Voraussetzung für den Einsatz autonomer Fahrzeuge, und Infrastruktureigentümer und -betreiber würden voraussichtlich zunächst auch nicht vor der Fahrzeugeinführung in spezielle physische oder digitale Infrastruktur für autonome Fahrzeuge investieren.
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