Am 23. Juli kündigte der japanische Premierminister Shigeru Ishiba an, dass Japan seine Reisimporte aus den USA erhöhen werde, ohne sein bestehendes zollfreies Kontingent im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) zu ändern. Zuvor hatten beide Seiten nach monatelangen Verhandlungen endlich ein bilaterales Handelsabkommen zur Stärkung des Marktzugangs für amerikanische Agrarprodukte in Japan erzielt.

Im Rahmen des 1995 eingeführten „Mindestzugangs“-Rahmenwerks der WTO importiert Japan jährlich rund 770.000 Tonnen Reis zollfrei. Die USA lieferten im vergangenen Geschäftsjahr 45 % der gesamten Reismenge Japans. Japan erhebt einen Einfuhrzoll von 341 Yen (ca. 2,36 US-Dollar) pro Kilogramm Reis, der diese Quote überschreitet. Die starke inländische Reisproduktion in Japan begrenzt normalerweise zusätzliche Importe. Aufgrund inländischer Versorgungsengpässe und steigender lokaler Reispreise waren Japans Reisimporte im vergangenen Jahr jedoch höher als in den Vorjahren.
Das Handelsabkommen stellt einen Ausgleich zwischen dem erweiterten Marktzugang für US-Produzenten und dem Erhalt des japanischen Agrarschutzes dar. US-Präsident Donald Trump betonte bei der Ankündigung des Abkommens, dass es die Chancen für US-Produzenten auf dem japanischen Markt erhöhen werde. Das Abkommen stellt sicher, dass erhöhte Reisimporte im Rahmen der WTO bleiben und Japan weiterhin die Kontrolle über Menge und Art der Importe behält. Diese Entwicklung begegnet Japans kurzfristigen Versorgungsengpässen und stärkt gleichzeitig die Handelsbeziehungen mit den USA, ohne die Zollstruktur für Reis über die vereinbarte Quote hinaus zu verändern.









