Aufgrund zahlreicher Faktoren wie Dürre, Krankheiten, Überproduktion und Handelsbeschränkungen unterliegt der globale Zwiebelmarkt raschen Veränderungen und die großen Anbieter passen ihre Strategien an, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden.

In Großbritannien hat die anhaltende Dürre das Wachstum der Zwiebelernte zum Erliegen gebracht und die Erträge gefährdet. Hohe Temperaturen und eine ungleichmäßige Wasserversorgung haben nicht nur die Erträge verringert, sondern auch das Krankheitsrisiko erhöht.
Die Zwiebelpreise auf dem spanischen Markt haben Rekordhöhen erreicht. Ein Mangel an großen Zwiebeln, gepaart mit einer starken Nachfrage aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe, hat zu einem Rückgang der frühreifen Zwiebelproduktion um 35-40 % geführt. Neue Zwiebellieferungen aus den Niederlanden und Deutschland dürften den Markt zwar etwas stabilisieren, diese Zwiebeln eignen sich jedoch nicht für die Langzeitlagerung.
Italien leidet unter einem Mangel an großformatigen Zwiebeln. Obwohl einige Verarbeitungsbetriebe (wie die in Apulien) Erträge von 75 Tonnen pro Hektar erzielen, können sie die Nachfrage immer noch kaum decken. Die Schweiz hat aufgrund einer schlechten Ernte im letzten Jahr und Lagerschwierigkeiten ihre Zwiebelimporte vorgezogen.
Die deutsche Winterzwiebelernte neigt sich dem Ende zu, doch die Sommerzwiebeln sind von Pilzbefall betroffen. Verzögerungen bei der neuen Zwiebelernte zwingen Österreich zudem dazu, die Lagerzeit für alte Zwiebeln zu verlängern. Die griechische Zwiebelsaison hat gerade erst begonnen, und die Exporte bleiben stabil.
Das Angebot an roten und weißen Zwiebeln auf dem nordamerikanischen Markt ist begrenzt, doch mit Beginn der Zwiebelsaison in Texas dürfte sich die Situation verbessern. Trotz Regen und Dürre im Norden Südafrikas erzielen lokale braune Zwiebelsorten weiterhin einen hohen Preis.
Ägyptens Zwiebelexportsaison endete mit einem Überschuss und schwacher Nachfrage, während sich Indiens Produktion dank der Produktionssteigerung und der Abschaffung der Exportzölle erholte. Neuseeland erhielt zudem die Erlaubnis, ohne Begasung wieder auf den indonesischen Markt zu kommen.









