Der türkische Energieminister Alparslan Bayraktar teilte der Nachrichtenagentur Anadolu am 30. August mit, dass sein Land am 2. August mit der Erdgaslieferung nach Syrien über eine Pipeline beginnen werde. Das syrische Energieministerium bestätigte dies laut einem Bericht der syrischen Nachrichtenagentur vom selben Tag.

Bayraktar sagte, ab dem 2. August werde Erdgas aus Aserbaidschan über die im Mai dieses Jahres fertiggestellte Pipeline von der türkischen Provinz Kilis in die syrische Provinz Aleppo nach Syrien exportiert. Sobald die Erdgaslieferungen aufgenommen werden, wird der Strombedarf von rund 1,6 Millionen Haushalten gedeckt, wodurch sich die Stromversorgung in Nordsyrien von derzeit drei bis vier Stunden pro Tag auf rund zehn Stunden pro Tag erhöht.
Mohammad Bashir, Leiter des syrischen Energieministeriums, bestätigte, dass dies Teil der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Ländern und dem syrischen Energieministerium sei. Das durch dieses Projekt nach Syrien gelieferte Erdgas kann rund 900 Megawatt Strom erzeugen. Dieser Schritt wird dazu beitragen, die Stabilität des syrischen Stromnetzes zu verbessern.
Aufgrund des anhaltenden Bürgerkriegs und westlicher Sanktionen leidet Syrien unter gravierenden Energie- und Stromengpässen. Am 22. Mai dieses Jahres unterzeichneten die Leiter der Energieministerien der Türkei und Syriens ein Abkommen zur Stärkung der Energiezusammenarbeit. Die Türkei wird ihre Strom- und Erdgasexporte nach Syrien in den kommenden Monaten deutlich steigern. Am 12. dieses Monats trafen sich der syrische Regimechef und der aserbaidschanische Präsident. Beide Seiten einigten sich darauf, in naher Zukunft ein Projekt zum Export aserbaidschanischen Erdgases über die Türkei nach Syrien umzusetzen, um die Energieknappheit in Syrien zu lindern.









