Die SK Group unternimmt einen großen Schritt und investiert 5,8 Milliarden Dollar in die Sanierung ihrer Bilanz und die Restrukturierung ihres Energieimperiums. Der südkoreanische Mischkonzern plant, bis Jahresende 8 Billionen Won (rund 5,8 Milliarden Dollar) aufzubringen, hauptsächlich durch Aktienverkäufe und die Ausgabe von unbefristeten Anleihen.

Laut einer Erklärung der SK Group wird der Großteil des Erlöses von SK Innovation, SK On, SK IE Technology und neuen Kapitalspritzen stammen. Die eingeworbenen Mittel sollen zur Rückzahlung der Nettoverschuldung von über 9,5 Billionen Won und zur Rationalisierung des Betriebs durch die wichtige Fusion zwischen SK On und SK Enmove verwendet werden.
Die Umstrukturierung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich in der globalen Wertschöpfungskette für Elektrofahrzeuge erste Risse zeigen. SK On-CEO Lee Seok-hee räumte ein, dass der aktuelle Rückgang der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, gepaart mit Engpässen in der Lieferkette und steigenden Zinsen, das Unternehmen dazu gezwungen habe, sein Geschäftsmodell zu überdenken. Gegenüber Investoren erklärte er: „Die Konjunkturabschwächung bietet uns die Chance, unser Geschäft umzustrukturieren und unsere Betriebsstruktur zu verbessern.“ Diese Fusion sei kein Rückzug, sondern vielmehr eine Neuausrichtung, vielleicht ein defensiver Schritt zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit, da die Elektrofahrzeugbranche in eine diszipliniertere Wachstumsphase eintritt.
Die Umstrukturierung der SK Group könnte sich auf das gesamte Elektrofahrzeug-Ökosystem auswirken und globale Batteriekunden wie Tesla (NASDAQ:TSLA) betreffen, die von einer schlankeren, fokussierteren koreanischen Lieferantenbasis profitieren könnten. Obwohl der Erfolg des Plans von der Umsetzung abhängt, deutet die Umstellung darauf hin, dass SK Innovation proaktiv seinen eigenen Weg nach vorne sucht, anstatt auf eine Markterholung zu warten.









