Die norwegische Seeschifffahrtsbehörde hat ein Projekt zum Anschluss einer Erdgaspipeline in der Nordsee offiziell genehmigt, um die Produktionsplattform Troll B an die Erdgasexportpipeline Kvitebjörn anzuschließen.
Laut einer Erklärung der Regulierungsbehörde transportierte die Plattform Troll B zuvor Erdgas von der Anlage Troll A zur Verarbeitungsanlage Korsnes, wobei ein Teil des Gases wieder in die Formation eingespeist wurde. Dieses wieder eingespeiste Gas wurde nun in eine Exportquelle umgewandelt und über eine neue 2,45 Kilometer lange Pipeline an das Kvitebjørn-Gasfernleitungssystem angeschlossen. „Diese neue Gasexportlösung wird zusammen mit der Kvitebjørn-Gaspipeline dazu beitragen, den Rückgang der Erdgasproduktion in den kommenden Jahren abzumildern“, sagte Nils Eric Halde, stellvertretender Direktor der norwegischen Seefahrtsbehörde.
Das Projekt mit einer Gesamtinvestition von rund 1,16 Milliarden norwegischen Kronen (116 Millionen US-Dollar) soll bis Ende dieses Jahres betriebsbereit sein. Die Behörde wies darauf hin, dass die Umrüstung der Gasinjektionsanlagen, die zuvor zur verbesserten Ölförderung genutzt wurden, in eine Gasexportanlage eine weitere Wertschöpfung mit sich bringen wird.
Das Troll-Feld ist eine wichtige Erdgasförderstätte auf dem norwegischen Kontinentalschelf und befindet sich im gemeinsamen Besitz von Equinor ASA, Petoro AS, Shell, Total Energy und ConocoPhillips. Das Feld versorgt den Markt seit Produktionsbeginn 1995 kontinuierlich und verfügt derzeit über 582,2 Millionen Standardkubikmeter Öläquivalent (MMscm), wovon über 96 % Erdgas sind.
Im Jahr 2025 werden der Austausch des Steigrohrs der Plattform Troll B und die Erweiterung der Verarbeitungsanlage Korsnes dem Feld zu einem neuen Produktionsrekord verhelfen. Equinor berichtet, dass die Erdgasproduktion von Troll im Jahr 2024 42,5 Milliarden Normkubikmeter erreichen und damit den bisherigen Jahresrekord von 38,8 Milliarden Normkubikmetern übertreffen wird. Diese Kapazitätssteigerungen werden Norwegens Fähigkeit, Erdgas nach Europa zu liefern, direkt verbessern.









