Kürzlich hat Hyundai Rotem die ersten Hochgeschwindigkeitszüge der zweiten Generation EMU-320 offiziell vorgestellt, die nicht nur die anfänglichen Tests abgeschlossen, sondern sogar den Zeitplan übertroffen haben. Dieser Hochgeschwindigkeitszug mit einer Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h wird nun etwa ein Jahr lang getestet. Die Auslieferung an die Betreiber ist für Dezember 2026 geplant, was vier Monate früher als ursprünglich geplant ist und dem koreanischen Hochgeschwindigkeitsbahnnetz neuen Schwung verleiht.

1. Kernhintergrund: Ausgereiftes Vorgängermodell, Aufträge von zwei Unternehmen
Der nun vom Band gelaufene EMU-320 der zweiten Generation basiert auf dem ersten Modell (Betriebsname KTX-Cheongryong), das im Mai 2024 in den kommerziellen Betrieb ging. Die Aufträge für die Züge wurden von der Koreanischen Eisenbahngesellschaft (Korail) und SR im März bzw. April 2023 erteilt. Die Kernaufgabe ist ein Hochgeschwindigkeitszug mit verteiltem Antrieb für Geschwindigkeiten bis zu 320 km/h. Im Vergleich zur ersten Generation wurde das neue Modell umfassend in vier Kernbereichen optimiert: Lärmreduzierung, Fahrkomfort, Sicherheit und Fahrgasteinrichtungen, um gezielt auf die praktischen Anforderungen aus dem Betrieb einzugehen.

2. Technologischer Durchbruch: Heimisches Steuerungssystem, intelligentere Wartung
Das größte technologische Highlight des Hochgeschwindigkeitszugs EMU-320 der zweiten Generation ist der erstmalige Einsatz des in Südkorea selbst entwickelten Zugsteuerungssystems KTCS-2. Dieses System wurde bereits im EMU-260 der zweiten Generation erfolgreich getestet und validiert. Es überwacht kontinuierlich die Zugposition in Echtzeit und verwaltet automatisch den Sicherheitsabstand zwischen den Zügen. Dies gewährleistet nicht nur die Stabilität im Hochgeschwindigkeitsbetrieb, sondern reduziert auch die Abhängigkeit von importierten Signalbauteilen. Es ist ein zentrales Ergebnis des 2018 gestarteten nationalen Forschungs- und Entwicklungsprojekts Südkoreas. Gleichzeitig ist der Zug mit einem Zustandsüberwachungssystem für die Instandhaltung ausgestattet, das den Betriebszustand kritischer Komponenten in Echtzeit überwacht. Durch Datenanalyse werden Lebensdauer prognostiziert und Fehler erkannt, was eine „bedarfsgerechte Instandhaltung“ ermöglicht und das traditionelle Modell mit festen Wartungsintervallen ersetzt, um die Effizienz von Betrieb und Wartung zu steigern.









