Der Vizepräsident der chilenischen Vereinigung der Bergbauzulieferer (APRIMIN), Ricardo Garib, wies kürzlich in einem Interview darauf hin, dass die integrative Zusammenarbeit zwischen Chile und Argentinien im Bergbaubereich von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung der argentinischen Kupferindustrie ist. Er erklärte, dass chilenische Lieferanten bereits eine solide Geschäftsgrundlage in Argentinien aufgebaut hätten und durch Joint Ventures und Fabrikneubauten eine gute Zusammenarbeit etabliert hätten.
Garib sagte im Gespräch: „Wettbewerb ist immer gesund. Die argentinischen Betriebsstätten, insbesondere die Kupferminen, liegen näher an Chile als an der Atlantikküste, daher wird Chile wahrscheinlich eine wichtige Rolle beim Export des Kupferkonzentrats über chilenische Häfen spielen. Das ist ein Unterschied zwischen 200 Kilometern und 800 Kilometern. Daher sind die Integration und die von Chile und Argentinien für die Zusammenarbeit unterzeichneten Vereinbarungen sehr wichtig“.
Er erläuterte weiter, dass die überwiegende Mehrheit der APRIMIN-Mitgliedsunternehmen bereits in Argentinien tätig sei. Garib fügte hinzu: „Wir nehmen regelmäßig an Messen teil, haben in Argentinien gemeinsam mit lokalen Unternehmen Fabriken gegründet und so eine sehr wichtige und gute Allianz gebildet“.
Garib betonte auch die Rolle der Zulieferer in der chilenischen Bergbauindustrie und wies darauf hin, dass von vier Beschäftigten im chilenischen Bergbau drei bei Auftragnehmern oder Zulieferern arbeiten. Er erklärte: „Wir bezeichnen uns gerne als strategische Partner, das ist entscheidend. Zwischen Auftragnehmern, Zulieferern, Partnern und Bergbauunternehmen hat sich ein sehr positiver Kreislauf entwickelt“.
Chile verfügt über mehr als 8000 Bergbauzulieferer, doch Daten zeigen, dass 2023 nur 7,6 % der Unternehmen am Export beteiligt waren, was auf weiteres Potenzial für Internationalisierung hindeutet. Daher bemühen sich chilenische Bergbauorganisationen aktiv um die Erschließung ausländischer Märkte und legen Wert auf die Qualität der Fachkräfte, Sicherheits- und Nachhaltigkeitsstandards sowie Erfahrungen in der Wertschöpfungskettenentwicklung.









