Der Wirtschaftskoordinierungsausschuss (ECC) Pakistans hat kürzlich den Verkauf von 500.000 Tonnen Weizen aus den Reserven des staatlichen Unternehmens Pakistan Agricultural Storage & Services Corporation (PASSCO) zu einem angepassten, niedrigeren Mindestpreis genehmigt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, dem anhaltenden Druck durch steigende Lager- und Finanzierungskosten zu begegnen und die überschüssigen inländischen Getreidebestände effektiv zu verwalten. Da frühere Auktionen nicht genügend Bieter angezogen hatten, beschloss die Regierung, den Mindestpreis zu überarbeiten, um den Handel zu fördern.
Gemäß dem neu genehmigten Plan wird der Weizenverkauf nach dem First-In-First-Out-Prinzip (FIFO) im Rahmen einer Ausschreibung durchgeführt. Der revidierte Mindestpreis ist marktgerechter: Für lokal beschafften Weizen wurde ein Startpreis von 4.150 Rupien (ca. 14,85 US-Dollar) pro 40 Kilogramm festgelegt, während der Startpreis für importierten Weizen bei 3.800 Rupien (ca. 13,60 US-Dollar) pro 40 Kilogramm liegt. Zuvor hatte die Regierung versucht, diese Bestände zu einem höheren Preis zu verkaufen, was jedoch aufgrund geringer Käuferbeteiligung nicht erfolgreich war.
Aus internationaler Marktperspektive wird erwartet, dass die Freigabe dieser großen Weizenreserven durch Pakistan, einen der Hauptweizenverbraucher in Asien, in den kommenden Monaten dessen Importbedarf verringern wird. Diese Entwicklung könnte den Wettbewerb zwischen den wichtigsten globalen Exportregionen verschärfen, insbesondere für Weizenlieferanten aus der Schwarzmeerregion, der EU und Australien, die in einem Umfeld mit reichlich globalem Angebot unter erhöhtem Druck stehen könnten. Auf dem inländischen Markt dürfte diese Maßnahme die Preisentwicklung für Mehl beeinflussen und möglicherweise die Liquidität von Mühlen und damit verbundenen Händlern verbessern. Falls der Ausschreibungsprozess wettbewerbsintensiv verläuft, könnte die Regierung nicht nur ihren finanziellen Druck verringern, sondern auch die langfristige Belastung durch die Aufrechterhaltung großer öffentlicher Getreidevorräte teilweise reduzieren.









