Die Architekturbüros Lacaton & Vassal und Emmanuelle Delage Architecte haben angekündigt, ein ehemaliges Verwaltungszentrum in Vannes, Frankreich, in ein gemischt genutztes Gebäude umzuwandeln. Das Projekt ist Teil der Politik der französischen Regierung, staatliche Grundstücke für den Wohnungsbau zu nutzen. 2023 gewann ein Konsortium aus GReeStone Immobilier und Grand Ouest Immobilier die Ausschreibung; das Architektenteam umfasst das Büro der Pritzker-Preisträger 2021, Anne Lacaton und Jean-Philippe Vassal. Die Stadtverwaltung von Vannes erklärt, dass der Entwurf darauf abziele, die Widerstandsfähigkeit des Gebäudes zu erhöhen und seinen CO2-Fußabdruck durch Sanierung statt Abriss zu verringern.

Das gemischt genutzte Gebäude liegt an einem strategischen Standort in Vannes, der den Bahnhof mit dem Stadtzentrum verbindet. Es wurde 1967 erbaut, hat einen schlichten Stil und einen kreuzförmigen Grundriss. Das Büro Lacaton & Vassal kommentiert: „Es ähnelt einem typischen modernistisch-administrativen Gebäude der 1960er Jahre.“ Das Projekt sieht eine Bruttogeschossfläche von 16.163 m² und eine Nettonutzfläche von 14.301 m² vor. Die Hauptstruktur wird erhalten bleiben, die Fassade wird durch eine Glasvorhangfassade ersetzt und es werden vorgehängte Balkone hinzugefügt. Elemente wie der Eingang und das zentrale Treppenhaus werden ebenfalls erhalten bleiben. Das offene Struktursystem bietet Flexibilität für die Umgestaltung. Der Entwurf umfasst Büro- und Einzelhandelseinrichtungen im Sockelgeschoss sowie in den kreuzförmigen Armen: In den Flügeln B, C und D entstehen 86 Wohnungen, in Flügel A 90 Apartments für Studierende und junge Berufstätige, wobei 35 % der Einheiten für Sozial- und geförderten Wohnraum vorgesehen sind.
Das Projekt folgt bioklimatischen Prinzipien, wie z. B. einer Gebäudehülle, die auf die Wintersonne reagiert, und teilweise begrünten Dachterrassen. Der Entwurf sieht Erweiterungen an der Fassade vor, die gemeinschaftliche Treffpunkte schaffen, sowie zurückgesetzte Dachgeschosse, die atypische Wohnungen ermöglichen. Balkone bieten zusätzlichen Wohnraum und verbessern den thermischen Komfort. Die Vorstudie soll Ende des ersten Quartals 2026 abgeschlossen sein, die Bauzeit beträgt 36 Monate, und die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2028 geplant. Diese Umwandlung in ein gemischt genutztes Gebäude verkörpert den Trend zu nachhaltiger Stadterneuerung.









