Vattenfall hat mit dem Bau des Hybridkraftwerks Hommerdingen-Biesdorf in Deutschland begonnen, das Wind- und Solarenergie in einem integrierten System kombiniert. Die Anlage umfasst vier Enercon-Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 17 Megawatt sowie über 12.000 Solarmodule, die eine Spitzenleistung von 7,6 Megawatt liefern. Das Projekt liegt in den Gemeinden Hommerdingen und Biesdorf in der Südeifel, nahe der Grenze zu Luxemburg, und soll im Herbst 2026 in Betrieb gehen.
Ein Kernmerkmal dieses Hybridprojekts ist sein gemeinsamer Netzanschluss. Die Solaranlage wird nicht separat angeschlossen, sondern über die bestehende Infrastruktur des Windparks an das Verteilernetz angeschlossen, das vom lokalen Netzpartner Westnetz verwaltet wird. Technisch gesehen wird die Solaranlage als zusätzliche Windturbine behandelt, sodass das gesamte Projekt nur einen einzigen Netzanschlusspunkt benötigt.
Dieses hybride erneuerbare Energiesystem bietet bedeutende Vorteile: Die Erzeugungszeiten von Wind- und Solarenergie ergänzen sich typischerweise im Tagesverlauf. Ihr komplementäres Erzeugungsprofil trägt dazu bei, die Belastung des Verteilernetzes zu verringern, das Überlastungsrisiko zu reduzieren, die vorhandene Infrastruktur effizienter zu nutzen und gleichzeitig die Netzanschlusskosten zu senken.
Vattenfall hat bereits ähnliche Konzepte in den Niederlanden umgesetzt, wie etwa das Haringvliet-Projekt, das Wind- und Solarenergie mit Batteriespeichern kombiniert. Derartige Hybridlösungen werden zu einem entscheidenden Bestandteil des Designs moderner Stromsysteme und des Übergangs zu einer fossilfreien Energieversorgung.









