Ägypten treibt aktiv die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern voran und konzentriert sich dabei auf die Stärkung der landwirtschaftlichen Produktion und der Lebensmittelversorgungsketten. Auf einem hochrangigen Koordinierungstreffen am 9. März erklärte Ägyptens Minister für Investitionen und Außenhandel, Mohamed Farid Saleh, dass das Land Wege zur Vertiefung der Handels- und Investitionsbeziehungen mit afrikanischen Ländern prüfe, insbesondere in den Bereichen Ernährungssicherheit und landwirtschaftliche Entwicklung.
Die Sitzung, die gemeinsam vom Minister für Landwirtschaft und Bodenmelioration, Ala Farouk, geleitet wurde und an der Vertreter souveräner, wirtschaftlicher und diplomatischer Institutionen teilnahmen, erörterte die Einrichtung einer spezialisierten Investitionseinheit mit Fokus auf Afrika. Diese Plattform soll ägyptische Investoren bei der Expansion auf dem afrikanischen Kontinent unterstützen und Geschäftsaktivitäten in strategischen Sektoren fördern.
Saleh betonte, dass das Ziel dieser Initiative darin bestehe, Partnerschaften aufzubauen, die sowohl für ägyptische Investoren als auch für afrikanische Volkswirtschaften einen wirtschaftlichen Mehrwert schaffen, insbesondere im Bereich der landwirtschaftlichen Erzeugung und der Vertriebsnetze für Lebensmittel. Er wies darauf hin, dass die vorgeschlagene Einheit mit dem ägyptischen Privatsektor zusammenarbeiten werde, der bereits Erfahrung auf afrikanischen Märkten habe, und eine branchenorientierte Investitionsstrategie verfolgen werde, um skalierbare Geschäftsmodelle zu entwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit sowie Produktionskapazitäten ägyptischer Unternehmen in Afrika zu steigern.
Die Regierung arbeitet daran, durch die Vereinfachung von Prozessen, die Beschleunigung der digitalen Transformation sowie die Integration technischer und finanzieller Unterstützung ein besseres Investitionsklima zu schaffen. In diesem Rahmen wird der Staat die Rolle eines Förderers einnehmen, um sicherzustellen, dass Investitionen in nachhaltige Projekte und langfristiges Wirtschaftswachstum münden.
Im Agrarsektor könnte die Initiative die Entwicklung regionaler Lieferketten für Schlüsselkulturen und Agrarprodukte vorantreiben. Farouk erklärte, dass Ägyptens Expertise in der Planung und Verwaltung großer Agrarprojekte dazu beitragen könne, die Lebensmittelproduktionskapazitäten auf afrikanischen Märkten zu stärken. Die Zusammenarbeit zwischen Regierungsbehörden, Investitionsfonds und Finanzinstitutionen könne die Initiierung großer Agrarprojekte auf dem Kontinent vorantreiben und Innovationen in der Landwirtschafts- und Lebensmittelbranche unterstützen.
Die Ausweitung ägyptischer Investitionen auf die afrikanische Landwirtschaft könnte die Lieferketten für strategische Güter stabilisieren, indem die regionale Produktionskapazität erhöht und die Importabhängigkeit verringert wird. Diese Maßnahmen könnten auch die Widerstandsfähigkeit der Ernährungssysteme gegenüber globalen Lieferunterbrechungen erhöhen. Farouk fügte hinzu, dass Agrarinvestitionen ein Schlüsselmotor für die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas seien und dazu beitragen könnten, die ländliche Beschäftigung zu fördern und regionale landwirtschaftliche Versorgungsnetze auszubauen.









