de.wedoany.com-Bericht: In Besançon, Frankreich, wurde kürzlich das europaweit größte 3D-gedruckte Mehrfamilienhaus ViliaSprint² fertiggestellt. Das von Plurial Novilia entwickelte Projekt erstreckt sich über eine Fläche von 800 Quadratmetern und umfasst 12 Wohneinheiten auf drei Etagen. Die Gebäudehülle wurde mit dem COBOD BOD2 Bau-3D-Drucker und dem bedruckbaren Beton von Holcim errichtet und stellt ein vollständig in der 3D-Druck-Bautechnik geformtes Mehrfamilienhaus dar.

PERI 3D Construction war für die Druckarbeiten vor Ort verantwortlich. Die Wände des gesamten 3D-gedruckten Gebäudes wurden in 34 Tagen gedruckt, was eine deutliche Verkürzung gegenüber der ursprünglich veranschlagten Zeit von 50 Tagen darstellt. Henrik Lund-Nielsen, Gründer und Geschäftsführer von COBOD International, gab an, dass die Druckzeit bei künftigen 3D-Druck-Projekten bei einer Schichthöhe von 5 cm auf nur 14 Tage verkürzt werden könnte.
Im Rahmen eines Vergleichstests errichtete Plurial Novilia auf dem gleichen Grundstück ein nahezu identisches Gebäude mit herkömmlichen Methoden. Die Vergleichsergebnisse zeigen, dass das 3D-gedruckte Gebäude drei Monate früher als das konventionell gebaute fertiggestellt wurde, die Anzahl der Arbeiter vor Ort von sechs auf drei reduziert werden konnte, der Materialabfall von 10 % auf 5 % sank und der Gesamtmaterialverbrauch aufgrund der geschwungenen Bauweise um 10 % verringert wurde.
Fabian Meyer-Brötz, Geschäftsführer von PERI 3D Construction, erklärte, dass das Projekt zeige, dass der 3D-Druck im Bauwesen heute bereits eine schnellere Bauausführung, weniger Arbeiter und vollständig tragende Strukturen ermöglicht. Die Wände des 3D-gedruckten Gebäudes sind vollständig tragend ausgeführt; alle Lasten werden direkt auf die 3D-gedruckten Wände übertragen.
Für das 3D-gedruckte Gebäude wurde der bedruckbare Beton von Holcim auf Basis der TectorPrint-Technologie verwendet, der mit synthetischen Grobfasern verstärkt ist und zur CO2-reduzierten ECOPact-Serie gehört. Weitere Komponenten umfassen Perlite-Dämmung, Holzterrassen, Photovoltaikmodule und ein Hybridsystem aus Gas- und Wärmepumpe, das eine Energieautarkie von etwa 60 % ermöglicht und den französischen RE2020 2025-Standards entspricht.
Plurial Novilia und seine Partner planen als Nächstes den Bau von etwa 40 weiteren 3D-gedruckten Gebäuden. Dabei sollen zwei 3D-Drucker gleichzeitig eingesetzt werden, wodurch sich die Bauzeit voraussichtlich um das Vierfache verkürzt und die Kosten sich weiter denen herkömmlicher Bauweisen annähern könnten.
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