Das neuseeländische Ministerium für Wirtschaft, Innovation und Beschäftigung (MBIE) hat Todd Energy als bevorzugten Bohrauftragnehmer für die erste ultrahochtemperatur-geothermische Bohrung ausgewählt. Die Bohrarbeiten sollen Mitte 2027 im Rotokawa-Geothermalfeld des Taupō-Vulkangürtels beginnen, einem Gebiet, das als hochgradig vielversprechend für die Gewinnung von ultrahochtemperatur-geothermischen Fluiden eingeschätzt wird.
Projektleiter Tim Groser wies darauf hin, dass die Bohrung eine geplante Tiefe von 5 bis 6 Kilometern erreichen soll, was weit über die Tiefe herkömmlicher geothermischer Bohrungen in Neuseeland hinausgeht und darauf abzielt, das wissenschaftliche Verständnis von ultrahochtemperatur-geothermischen Ressourcen zu verbessern. Als erste von drei geplanten Bohrungen wird sie technischen Herausforderungen durch extreme Hitze, hohen Druck und korrosive Fluide begegnen.
Groser fügte hinzu, dass Todd Energy sich in einem wettbewerblichen Auswahlverfahren gegen drei andere hochqualifizierte Bewerber durchgesetzt habe. Er sagte: „Todd Energy hat eine nachweisliche Erfolgsbilanz vorgelegt, einschließlich der termingerechten und budgetkonformen Fertigstellung von Bohrprojekten. Das Unternehmen verfügt über umfassendes Projektmanagement, ein technisches Team, Bohrungsunterstützungsdienste, ein robustes Sicherheitssystem und eine transparente Geschäftsstruktur.“
Als Hauptauftragnehmer wird Todd Energy für die Verwaltung der Bohrarbeiten, Sicherheitsmaßnahmen, Unterauftragnehmer und die Gesamtplanung in einem Hochrisikoumfeld verantwortlich sein. Das Unternehmen wird auch seine Big Ben-Bohranlage einsetzen und dabei auf einheimische Arbeitskräfte und etablierte lokale Lieferketten zurückgreifen, um das Projektrisiko zu minimieren und wirtschaftliche Vorteile zu fördern.
Die neuseeländische Koalitionsregierung hat eine Finanzierungszusage von bis zu 60 Millionen NZ-Dollar aus dem Regional Infrastructure Fund für die Entwicklung dieses ultrahochtemperatur-geothermischen Bohrprojekts gemacht. Darüber hinaus hat das Forschungsprogramm eine zusätzliche Förderung von 10 Millionen NZ-Dollar aus dem neuseeländischen Endeavour Fund erhalten, um die Erschließung geothermischer Ressourcen weiter voranzutreiben.









