Kürzlich gab das ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja (ZNPP) über seinen Telegram-Kanal bekannt, dass an der Staatlichen Universität Sewastopol ein VVER-1000-Reaktorsimulator in Betrieb genommen wurde, der speziell für die Ausbildung von Fachpersonal des Kernkraftwerks dient. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Fähigkeiten der bestehenden Mitarbeiter zu verbessern, zukünftigen Mitarbeitern praktische Erfahrungen zu ermöglichen und gleichzeitig das Ausbildungslabor zu modernisieren.

Dieser VVER-1000-Simulator ist ein hochpräzises digitales Modell einer Kraftwerksanlage, das auf einheimischer Softwareentwicklung basiert und hauptsächlich zur Ausbildung von Operateuren und Verfahrensingenieuren dient. Die Gesamtkosten der Anlage belaufen sich auf 70 Millionen Rubel (ca. 862.490 US-Dollar). Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem russischen Kernenergieversorgungsunternehmen Rosenergoatom umgesetzt. Mit diesem Simulator können die Auszubildenden den Umgang mit Steuerungssystemen üben, Notfallsituationen bewältigen und die erforderlichen Prüfungen ablegen, bevor sie für den praktischen Betrieb qualifiziert werden. Für Studierende aus Enerhodar bietet dies die Möglichkeit, die Technologie des Kernkraftwerks Saporischschja kennenzulernen.
Gleichzeitig meldete das Kernkraftwerk Saporischschja, dass die 750-kV-Dnipro-Übertragungsleitung unterbrochen sei, sodass das Kernkraftwerk derzeit auf die 330-kV-Ferosplawnaja-1-Leitung angewiesen ist. Das Kraftwerk teilte mit, dass die Sicherheitsgrenzwerte nicht überschritten worden seien und die Wartungsarbeiten streng nach den erforderlichen Vorschriften und Strahlenschutzstandards durchgeführt würden. Die Strahlungswerte im Kraftwerk und in der Umgebung blieben stabil.
Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) hat die Unterbrechung der Übertragungsleitung bestätigt und leitet Gespräche mit den beteiligten Parteien ein, um einen lokalen Waffenstillstand zu vereinbaren, damit die beschädigte Leitung repariert werden kann. Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung des sicheren Betriebs von Kernkraftwerken. Die Inbetriebnahme des VVER-1000-Simulators wird dazu beitragen, die Ausbildung des Fachpersonals im Kernkraftwerk zu verbessern und die Sicherheit und Zuverlässigkeit des künftigen Betriebs zu gewährleisten.









