de.wedoany.com-Bericht: Indiens 500-Megawatt-Prototyp eines schnellen Brutreaktors in Kalpakkam, Tamil Nadu, hat kürzlich die Kritikalität erreicht. Dies markiert den Übergang der nuklearen Kettenreaktion im Reaktorkern von der Startphase in einen eigenständig aufrechterhaltbaren, kontrollierten Betriebszustand und legt den Grundstein für die anschließende schrittweise Leistungssteigerung und den Stromerzeugungsbetrieb. Premierminister Narendra Modi hat diesen Meilenstein als einen entscheidenden Fortschritt im zivilen nuklearen Fahrplan des Landes eingestuft, wodurch das indische Atomprogramm in die zweite Umsetzungsphase eintritt.
Der Prototyp des schnellen Brutreaktors wurde vom Indira Gandhi Centre for Atomic Research entworfen und von der Nuclear Power Corporation of India Ltd. errichtet, beide Einrichtungen unterstehen dem indischen Department of Atomic Energy. Der Reaktor verwendet gemischte Oxidbrennelemente (MOX) aus Uran-238 und Plutonium-239, das Kühlsystem nutzt flüssiges Natrium. Sein Entwurfsziel ist nicht die einfache Stromerzeugung durch Verbrennung von Kernbrennstoff, sondern die fortlaufende Erzeugung (Brüten) von spaltbarem Material während des Betriebs. Dieser technologische Weg dient auch als Bindeglied für Indiens geplanten Übergang zum Thorium-Brennstoffkreislauf.
Das Projekt, dessen Bau 2004 begann, erlebte mehrfache Verzögerungen und steigende Baukosten. Während der Bauphase traten technische Probleme mit der ursprünglichen Brennelement-Transfervorrichtung auf, woraufhin das Ingenieurteam das Brennelement-Handhabungssystem umfassend überarbeitete und mit einem alternativen technischen Konzept den Bau fortsetzte. Vor Erreichen der Kritikalität hatte das Projektteam die Beladung des Reaktorkerns mit Brennelementen und mehrere Niedrigleistungstests abgeschlossen; alle relevanten Tests und Inbetriebnahmephasen wurden von der indischen Atomaufsichtsbehörde geprüft.
Der kritische Zustand bedeutet nicht, dass der Reaktor bereits mit voller Leistung ans Netz gegangen ist und Strom produziert. Gemäß den üblichen nukleartechnischen Abläufen wird der 500-MW-schnelle Brutreaktor in den kommenden Monaten weitere Tests, Parameterkalibrierungen und behördliche Überprüfungen durchlaufen, bevor die Leistung schrittweise erhöht wird. Für Indien bedeutet das Erreichen dieser Phase im Kalpakkam-Projekt, dass der schnelle Brutreaktor von der langjährigen Bauphase in die Vorbereitungsphase für Inbetriebnahme und Probebetrieb übergeht.
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