de.wedoany.com-Bericht: Das brasilianische Staatsunternehmen Infra S.A. wurde kürzlich von der Stadtverwaltung von Bauru im Bundesstaat São Paulo beauftragt, eine technische, wirtschaftliche und ökologische Machbarkeitsstudie (EVTEA) für die erste Leichtbahnstrecke (LRT) der Stadt durchzuführen. Die geplante Strecke ist 28,8 km lang, gliedert sich in drei Zweiglinien, wird über 30 Stationen verfügen und Teile des bestehenden Eisenbahnnetzes nutzen.

Die Studie für die Bauru-Leichtbahn markiert den Einstieg von Infra S.A. in den Bereich des Personennahverkehrs für mittelgroße Städte. Das Unternehmen entstand aus der Fusion der Planungs- und Logistikgesellschaft (EPL) und der Eisenbahngesellschaft Valec. CEO Jorge Bastos erklärte, das Unternehmen werde die technischen Kompetenzen, die es beim Aufbau großer nationaler Logistikkorridore erworben habe, in städtische Verkehrsprojekte einbringen.
Bauru hat etwa 380.000 Einwohner. Die Leichtbahnstrecke soll die verschiedenen Stadtteile mit dem Zentrum verbinden, den Druck auf das Straßensystem verringern und die Stadterneuerung entlang der Bahnstrecke fördern. Branchenkenner merkten an, dass die Beteiligung von Infra S.A. an Studien für Schienenverkehrsprojekte ihrer Rolle in anderen Infrastrukturbereichen wie Wasserversorgung/Abwasserentsorgung und Straßenbau ähnele.
Neben dem Bauru-Projekt ist Infra S.A. auch an der Entwicklung des Leichtbahnprojekts in Campina Grande im Bundesstaat Paraíba beteiligt. Dieses Projekt befindet sich bereits in einer fortgeschrittenen Phase; die Studie ist derzeit in der letzten Phase der Datenerhebung und technischen Integration und soll im ersten Halbjahr 2026 vorgelegt werden.
Im Bundesstaat São Paulo gewann das Konsortium MEZ-RZK Novo Centro im Februar dieses Jahres die Ausschreibung für einen PPP-Vertrag im Wert von 6 Milliarden BRL für den Bau eines neuen Regierungsverwaltungskomplexes für die Staatsregierung. Mit dem Fortschreiten dieses PPP-Projekts rückt auch das von der Stadtverwaltung geplante und zu betreibende 12 km lange Leichtbahnsystem „Bonde São Paulo“ auf die Agenda, dessen Gesamtinvestitionen auf etwa 4 Milliarden BRL geschätzt werden.
Vicente Abate, Präsident von Abifer, wies darauf hin, dass in Brasilien derzeit zwei Leichtbahnen in Betrieb sind – eine in Rio de Janeiro und eine in Santos –, die beide elektrisch betrieben werden. Er erklärte, dass mit der Zunahme von Leichtbahnprojekten die Branche Lösungen im Zusammenhang mit sauberer Energie anbieten könne, einschließlich elektrischem Antrieb, Hybridlösungen und grünem Wasserstoff. Die wachsende Nachfrage nach neuen Leichtbahnprojekten in Brasilien heize auch die Diskussionen über Leichtbahnen, LRT und erneuerbare Energielösungen weiter an.
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