de.wedoany.com-Bericht: Die Republik der Marshallinseln hat im Oktober 2024 das segelgetriebene Frachtschiff Juren Ae in Empfang genommen. Das 481 Bruttoregistertonnen schwere Mehrzweckfrachtschiff wurde durch die Internationale Klimaschutzinitiative der deutschen Regierung finanziert und auf der koreanischen Werft Asia Pacific Shipyard gebaut. Der direkte Windantrieb kann 80 % seines Antriebsenergiebedarfs decken. Das Schiff ist ein erstes Machbarkeitsprojekt der Pacific Blue Shipping Partnership, an der Fidschi, die Marshallinseln, Kiribati, die Salomonen, Tonga, Vanuatu, Tuvalu, die Föderierten Staaten von Mikronesien und Palau beteiligt sind.
Der Bau der Juren Ae wurde von der Pacific Blue Shipping Partnership vorangetrieben, die gemeinsam von Fidschi und den Marshallinseln geleitet wird. Der Name leitet sich vom „Steuerpaddel“ auf den Kanus der Marshallinseln ab. Forscher weisen in einem aktuellen Artikel in „Global Policy“ darauf hin, dass Windantrieb in der Region auf eine lange historische Grundlage zurückblickt, da Segeltechnologie einst die Schifffahrts- und Verbindungsnetze zwischen den ozeanischen Inselgruppen ermöglichte.
Die Partnerschaft arbeitet auch an der Finanzierung weiterer windbetriebener Schiffe. Aufgrund der großen Entfernungen zwischen den Inseln und der geringen Fracht- und Passagieraufkommen ist eine Investition in neue Schiffstonnage allein nach kommerziellen Gesichtspunkten nicht tragfähig. Daher suchen die Beteiligten nach öffentlich-privaten Partnerschaften und planen, einen gemeinsamen multinationalen Antrag beim Green Climate Fund einzureichen, der Demonstrationsflotten, Werftanlagen und die Ausbildung von Seeleuten umfasst.
Neben der Juren Ae erwähnen die Forscher, dass die Marshallinseln bereits ein kostengünstiges Katamaranboot gebaut haben, um Kopra innerhalb der Atoll-Lagunen zu transportieren. Im Hinblick auf die Erneuerung der Flotte wurde auch die alternde gebrauchte RoRo-Fähre Lomaiviti Princess aus Fidschi als zu ersetzende Einheit identifiziert. Die Partnerschaft schlägt außerdem vor, Schiffe ähnlicher Größe und Art für den Pazifik zu entwerfen, angelehnt an das von Neoline betriebene französische RoRo-Schiff. Dieser Entwurf könnte auch auf eine 60 Meter lange Version mit 600 Bruttoregistertonnen erweitert werden.
Die Forscher betonen, dass der Wandel durch diese Partnerschaft die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Herausforderungen der verschiedenen Gemeinschaften berücksichtigen muss. Der Fokus liege nicht nur auf den Schiffen selbst, sondern auch auf den mit Windantrieb kompatiblen Fähigkeiten und der erforderlichen Infrastruktur an Land. Während die Pacific Blue Shipping Partnership ihren Finanzierungsantrag weiter vorantreibt, ist die Juren Ae bereits zu einem der ersten praktischen Beispiele für Windantrieb in Ozeanien geworden.
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