US-amerikanisches Unternehmen Lumen Technologies übernimmt Cloud-Netzwerkfirma Alkira für 475 Millionen US-Dollar in bar
2026-05-07 15:26
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de.wedoany.com-Bericht: Der bekannte US-amerikanische Netzwerkdienstleister Lumen Technologies gab am 5. Mai 2026 offiziell bekannt, eine endgültige Übernahmevereinbarung mit Alkira getroffen zu haben, einer Cloud-nativen und mit mehreren Netzwerkanbietern kompatiblen Netzwerkplattform. Gemäß der Vereinbarung wird Lumen die Übernahme von Alkira für 475 Millionen US-Dollar vollständig in bar abschließen. Die Transaktion wird voraussichtlich im dritten Quartal 2026 abgeschlossen, vorbehaltlich der üblichen behördlichen Genehmigungen und Abschlussbedingungen.

Alkira ist ein Unternehmen mit Innovationskraft im Bereich Cloud-Netzwerke. Sein Kernprodukt ist eine Cloud-native Netzwerkplattform, die nicht von einem bestimmten Netzbetreiber abhängig ist. Diese Plattform hilft Unternehmen, Konnektivitäts- und Netzwerkdienste in komplexen Hybrid-Cloud- und Multi-Cloud-Umgebungen einfach zu entwerfen, bereitzustellen und zu betreiben. Alkira bedient weltweit zahlreiche Unternehmenskunden in verschiedenen Branchen wie Finanzdienstleistungen, Technologie, Einzelhandel, Gesundheitswesen und Fertigung. Durch diese Übernahme hofft Lumen, die Cloud-native Control Plane von Alkira – die Softwareschicht, die für die Programmierung und Orchestrierung von Verbindungen verantwortlich ist – mit seiner eigenen leistungsstarken Glasfaser-Netzwerkinfrastruktur zu kombinieren und so die Entwicklung seiner digitalen Plattformstrategie voranzutreiben.

Lumens CEO Kate Johnson setzt große Hoffnungen in diese Übernahme und erklärte: „Mit Alkira wird Lumen ein vertrauenswürdiges KI-Netzwerk mit einer Cloud-nativen Control Plane kombinieren, um für Kunden ein programmierbares Netzwerk zu schaffen, das speziell für das KI-Zeitalter entwickelt wurde." Alkira-CEO Amir Khan sagte ebenfalls, dass dieser Zusammenschluss die Cloud-native Orchestrierungsfähigkeit von Alkira mit Lumens erstklassigem Glasfasernetz und seiner etablierten kommerziellen Maschinerie verbinden und einen neuen Standard für den Aufbau und Betrieb von Netzwerken in einer Multi-Cloud- und KI-Welt setzen werde.

Diese Übernahme ist nicht nur eine Integration von Technologien, sondern auch eine strategische Expansion des Geschäftsfelds. Lumens aktuelles Network-as-a-Service (NaaS)-Geschäft konzentriert sich hauptsächlich auf „North-South-Traffic", also die Verbindung vom Unternehmensinneren zur Cloud. Die Übernahme von Alkira wird es Lumen ermöglichen, schnell in den Markt für „East-West-Traffic" einzusteigen, d. h. die Verbindung zwischen Clouds sowie zwischen Rechenzentren (DCI), der als der am schnellsten wachsende Bereich im Unternehmensnetzwerkmarkt gilt. Lumen schätzt, dass die globale Geschäftsabdeckung und die Cloud-nativen Fähigkeiten von Alkira den gesamten adressierbaren Markt (TAM) des Unternehmens auf etwa 70 Milliarden US-Dollar erweitern werden. Das Management ist zuversichtlich, dass dies die Technologie und Positionierung der Unternehmensnetzwerkdienste weiter stärkt und den Eintritt in einen wachstumsstarken Markt mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 20 % ermöglicht.

Der Abschluss dieser Transaktion steht in engem Zusammenhang mit den kürzlich veröffentlichten Ergebnissen von Lumen für das erste Quartal. Der Finanzbericht zeigte, dass der Umsatz aus strategischen Geschäftsbereichen erstmals mehr als 50 % des Gesamtumsatzes ausmachte und 51 % erreichte, was als wichtiger Meilenstein der digitalen Transformation angesehen wird. Obwohl das Unternehmen im ersten Quartal einen Nettoverlust von 200 Millionen US-Dollar verzeichnete und der Umsatz auf 2,9 Milliarden US-Dollar zurückging, zeigt dies, dass das Unternehmen die Abwicklung traditioneller Geschäftsbereiche beschleunigt und Ressourcen auf die langfristige Transformation mit Fokus auf KI und Unternehmensnetzwerke konzentriert. Lumens CFO Chris Stansbury wies in der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen darauf hin, dass diese Übernahme „eine disziplinierte und opportunistische Kapitalallokationsstrategie widerspiegelt, die unser Ziel des Umsatzwachstums unterstützt". Er erwähnte auch, dass die Transaktion voraussichtlich bereits im ersten Jahr nach Abschluss den freien Cashflow des Unternehmens erhöhen werde.

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