Vereinigtes Königreich veröffentlicht Verkehrsstrategie „Better Connected" zur Förderung der Integration von Bus und Bahn
2026-05-15 11:08
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de.wedoany.com-Bericht: Das britische Verkehrsministerium (DfT) hat kürzlich die nationale Verkehrsstrategie mit dem Namen „Better Connected" veröffentlicht, die vorsieht, durch die Förderung der Integration von Bus und Bahn ein zuverlässigeres und bequemeres nationales Verkehrsnetz aufzubauen. Die Strategie orientiert sich an den drei Prinzipien „Menschen, Orte und Partnerschaften" und verspricht die Einrichtung einer Arbeitsgruppe für hochleistungsfähige öffentliche Verkehrsmittel, die den wirtschaftlichen, räumlichen und sozialen Nutzen integrierter Bussysteme bewerten sowie Finanzierungs-, Steuerungs- und Umsetzungshemmnisse prüfen soll.

Im Straßenbereich aktualisiert die Strategie den Leitfaden zur Netzmanagementpflicht und verlangt von den lokalen Verkehrsbehörden, alle Geh- und Radwege in den gleichen Managementrahmen wie die Straßeninfrastruktur einzubeziehen. Die Organisation „Active Travel England" wird einen Rahmen zur Bewertung der Qualität und Konnektivität von aktiven Reiserouten und Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen entwickeln und Unterstützung bei Verbesserungen anbieten. Das DfT plant, in diesem Sommer einen Konsultationsentwurf zum Verhaltenskodex für Straßen- und Tiefbauarbeiten zu veröffentlichen, die endgültige Richtlinie wird für 2027 erwartet. Die nationale Parkplattform prüft die Integration von Mautzahlungen zusätzlich zu Parkgebühren sowie die Verknüpfung mit Bahntickets, um den Park-and-Ride-Prozess zu vereinfachen.

Die Strategie „Better Connected" treibt im Bereich des kontaktlosen Ticketings die Integration von Bus und Bahn voran und schlägt vor, bis 2030 lokalisierte, integrierte kontaktlose Ticketing-Tools für die wichtigsten städtischen Gebiete bereitzustellen, hauptsächlich durch das gemeinsame Technologieprojekt „Project Coral". Derzeit hat das DfT sieben separate Finanzierungsvereinbarungen mit den Combined Authorities von London, Greater Manchester, Liverpool, North East, South Yorkshire und West Yorkshire getroffen. Der in Vorbereitung befindliche „Railways Bill" wird sicherstellen, dass die strategischen Behörden auf Bürgermeisterebene in den Entscheidungsprozess von „Great British Railways" einbezogen werden und dass das Unternehmen lokale Planungen und Prioritäten berücksichtigt.

Methodisch orientiert sich die Strategie an den Leitlinien „Menschen, Orte, Partnerschaften", nennt acht zentrale Prioritäten und betont die Reform der Raumplanung, einschließlich: Aufnahme des „Connectivity Tool" in die nationale Planungspolitik, Förderung der Koordinierung von Verkehrs- und Wohnungsbauinvestitionen, Unterstützung einer hochverdichteten Entwicklung in Gebieten mit hoher Konnektivität, Integration von Verkehrs- und ergänzenden Interventionsmaßnahmen als Kernstück lokaler Business Cases, Schaffung eines neuen Rahmens innerhalb des DfT, um von Anfang an die für multimodale Lösungen erforderlichen Ressourcen zu berücksichtigen, Stärkung der strategischen Modellierungsfähigkeiten, Veröffentlichung eines aktualisierten Bewertungsmodells und Methodensystems sowie Entwicklung eines Fünfjahres-Verbesserungsplans. Das DfT plant zudem die Einführung eines Pilotprojekts zur „Unterstützung von Verkehrsbewertungen", um lokale Behörden mit fachlicher Bewertungskompetenz zu unterstützen; gleichzeitig werden ein „Maßstab für Verkehrsarmut" und ein „Opportunity Mission Toolkit" entwickelt, um lokale Entscheidungsträger bei der Erstellung von Business Cases zu unterstützen.

In Bezug auf Zugänglichkeit und Sicherheit wird das DfT mit der Law Commission zusammenarbeiten, um den bestehenden Rechtsrahmen zu überprüfen, eine Charta für barrierefreien Verkehr einzuführen und einen Verbesserungsplan zur Erhöhung der Daten über die Mobilität von Menschen mit Behinderungen zu veröffentlichen. Das Ministerium prüft die Machbarkeit eines einheitlichen Fahrgast-Meldesystems, um die Meldequote bei Sicherheitsproblemen und dem „Sicherheitsgefühl" im öffentlichen Verkehr zu erhöhen.

Dr. Antoneta Horbury, Direktorin für Politik und Technik bei der Chartered Institution of Highways and Transportation (CIHT), wies darauf hin, dass zur Verbesserung von Verkehrsentscheidungen die sektoralen Barrieren zwischen Verkehrsträgern und Institutionen überwunden werden müssen und dass ein neuer Bewertungsrahmen über enge wirtschaftliche Indikatoren hinausgehen und den breiteren Nutzen von Investitionen in sozialer, gesundheitlicher und ökologischer Hinsicht erfassen sollte. Sue Percy, Geschäftsführerin des CIHT, sagte, die Strategie entspreche den vom CIHT seit langem vertretenen Prioritäten wie der Vereinfachung von Nutzerreisen, der Stärkung der modalen Integration, der Befähigung lokaler Führungskräfte und der Unterstützung von Wirtschaftswachstum, Inklusion und Dekarbonisierung.

Als Teil der Strategie „Better Connected" zur Förderung der Integration von Bus und Bahn umfassen weitere wichtige Ankündigungen: die Verlängerung der landesweiten Buspreisobergrenze bis März 2027 (derzeit 3 Pfund); das DfT wird einen „Verkehrsinnovations-Beschaffungspfad" einführen, um die Beschaffung innovativer Lösungen zu unterstützen; lokale Behörden erhalten 30 Millionen Pfund für den Aufbau integrierter digitaler Zwillinge des Verkehrs, um Entscheidungsauswirkungen zu simulieren und zeitnah auf Betriebsstörungen zu reagieren; zudem wird ein Integrationsinnovationsfonds in Höhe von 10 Millionen Pfund eingerichtet, um einige lokale Behörden bei der Pilotierung oder Beschleunigung von Projekten zur Integration der gesamten Reisekette der Fahrgäste zu unterstützen.

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