Mercedes-Benz plant Einführung des Stadt-Assistenzsystems in Deutschland bis Ende 2026
2026-05-23 14:03
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de.wedoany.com-Bericht: Mercedes-Benz plant, sein Stadt-Assistenzsystem MB.DRIVE ASSIST PRO bis Ende 2026 zunächst in Deutschland in Stuttgart und München einzuführen und die Technologie Anfang 2027 landesweit auszurollen. Dieser Schritt macht Mercedes zu einem der ersten Automobilhersteller, die eine Kommerzialisierung der punkt-zu-punkt Stadt-Assistenztechnologie in Europa anstreben. Das System soll letztendlich in das breitere Produktportfolio von Mercedes für Pkw und Transporter integriert werden.

Mercedes-Benz treibt Einsatz von Assistenzsystemen in Europa voran

Mercedes-Technikvorstand Jörg Burzer erklärte, das Unternehmen arbeite mit deutschen Regulierungsbehörden und dem Verkehrsministerium zusammen, um die Genehmigung für den Systemeinsatz zu erhalten. Burzer postete auf LinkedIn nach einem Treffen mit deutschen Verkehrsbeamten in Berlin, das Ziel des Unternehmens sei es, im globalen Wettlauf um assistiertes und automatisiertes Fahren an der Spitze zu bleiben. Mercedes teilte mit, man stimme sich eng mit dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und dem Verkehrsministerium ab, um den Genehmigungsprozess unter Beibehaltung der Sicherheitsstandards zu beschleunigen. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums sagte, das Ministerium wolle Deutschland zu einem führenden Zentrum für Innovationen im automatisierten Fahren machen.

Diese Einführung spiegelt den zunehmenden Wettbewerb unter Automobilherstellern wider, Assistenz- und automatisierte Fahrsysteme in europäischen Stadtumgebungen einzusetzen, wo die behördlichen Zulassungen nach wie vor strenger sind als in den USA und China. Wettbewerber BMW hat Pläne bestätigt, bis Ende 2026 ein eigenes urbanes automatisiertes Fahrsystem in Deutschland einzuführen. Tesla erhielt kürzlich von der niederländischen Zulassungsbehörde RDW die erste europäische Genehmigung für sein „Full Self-Driving (Supervised)", wodurch das Unternehmen mit der Einführung des Systems in Kundenfahrzeugen in den Niederlanden per Over-the-Air-Software-Update beginnen kann. Tesla gab an, in Europa 1,6 Millionen Kilometer an aktivierten Full Self-Driving-Tests absolviert zu haben, darunter Demonstrationsfahrten mit rund 13.000 Tesla-Kunden und über 4.500 kontrollierte Testszenarien auf abgesperrten Strecken. Teslas Full Self-Driving-System ist ein fortschrittliches Fahrerassistenzsystem, bei dem der Fahrer die Straße stets überwachen und jederzeit eingriffsbereit sein muss.

Europäische Regulierungsbehörden erlauben derzeit den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen der Stufe L2 in der Region und haben L3-Systeme unter bestimmten Bedingungen genehmigt. Auf der Stufe L2+ kann das Fahrzeug lenken, beschleunigen und bremsen, aber der Fahrer bleibt für die Überwachung verantwortlich. Systeme der Stufe L4 würden es dem Fahrzeug erlauben, unter definierten Bedingungen ohne sofortiges menschliches Eingreifen autonom zu fahren. Die MB.DRIVE ASSIST PRO-Plattform von Mercedes fällt in die Kategorie des überwachten automatisierten Fahrens. Das in Zusammenarbeit mit Nvidia entwickelte System kann Ampeln verarbeiten, Spurwechsel managen und im dichten Stadtverkehr agieren, wobei eine Fahrerüberwachung erforderlich ist. Ali Kani, Vice President der Automotive-Sparte von Nvidia, sagte Anfang des Jahres, Europa nähere sich einer kritischen Phase für den Einsatz autonomer Fahrtechnologie. Kani geht davon aus, dass L2+-Fahrsysteme in Europa möglicherweise Ende dieses Jahres breiter verfügbar sein könnten, während der Einsatz von L4-Systemen ab 2027 beginnen könnte, abhängig von behördlichen Genehmigungen und der Infrastrukturbereitschaft.

Mercedes hat MB.DRIVE ASSIST PRO bereits in China eingeführt, wo das System Ende 2025 in Betrieb genommen wurde. Das Unternehmen plant zudem, das System noch in diesem Jahr auf dem US-Markt einzuführen.

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