Spanien: Eigenverbrauch von Photovoltaik soll 2026 voraussichtlich 9.000 Megawatt überschreiten
2026-05-26 14:12
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de.wedoany.com-Bericht: Der Eigenverbrauchsgipfel der spanischen Photovoltaik-Union (UNEF) fand kürzlich statt und versammelte die wichtigsten Akteure der Branche. Auf der Veranstaltung wurde hervorgehoben, dass der Bereich des photovoltaischen Eigenverbrauchs in Spanien innerhalb von nur sechs Jahren ein bemerkenswertes Wachstum verzeichnet hat – von 953 Megawatt im Jahr 2020 auf voraussichtlich über 9.000 Megawatt im Jahr 2026. Im Jahr 2019 lag die installierte Leistung in diesem Bereich noch bei lediglich 500 Megawatt, nachdem sie zuvor nahezu bei Null begonnen hatte.

In den Jahren 2022 bis 2023 stieg die installierte Leistung der Branche – begünstigt durch Corona-Subventionen und Schwankungen der Energiepreise – von 1 Gigawatt auf 2 Gigawatt, bevor sie im letzten Jahr auf 1,1 Gigawatt zurückging. Dieser Prozess half der Branche, sich zu stabilisieren, und der Eigenverbrauch ist in spanischen Haushalten zu einer gängigen Einrichtung geworden. Auf regulatorischer Ebene erweiterte das Königliche Dekret 7/2026 den Radius für den kollektiven Eigenverbrauch von 2 auf 5 Kilometer, was das Potenzial von Energiegemeinschaften steigerte und die Standortwahl für Projekte optimierte. Darüber hinaus fanden Maßnahmen wie Steuererleichterungen bei der Einkommensteuer und administrative Vereinfachungen Beachtung.

Photovoltaik-Stromerzeugung verändert die Stromnachfragelandschaft in Spanien. Zwischen 2020 und 2024 wurden Netzanschlussanträge für 43 Gigawatt genehmigt, weitere 27,7 Gigawatt befinden sich in der Übertragungsnetzplanung und 11 Gigawatt in der Verteilnetzplanung. Davon entfallen auf den Industriesektor insgesamt 20 Gigawatt an genehmigten und geplanten Netzanschlusspunkten, weitere 16 Gigawatt sind für Rechenzentren vorgesehen. Selbst wenn nur 20 Prozent davon realisiert werden, würde sich die landesweite Stromnachfrage verdoppeln. Diese Projekte können von Anfang an mit Eigenverbrauch konzipiert werden und Unternehmen anziehen, die sich mit Photovoltaik-Energie einen Wettbewerbsvorteil sichern wollen.

Nach den Stromausfällen im April 2025 wurde die Versorgungssicherheit zur Priorität. Der Eigenverbrauch in Kombination mit Speichern, dynamischer Spannungsregelung und netzbildenden Technologien wird eine Schlüsselrolle bei der Gewährleistung der Versorgung spielen. Diese Technologie zeigt ihren Wert auch im Bereich der Energiesouveränität: Beispiele belegen, dass Anlagen mit Batterien bei Schäden an der Infrastruktur Versorgungssicherheit bieten können – dies ist nicht nur eine wirtschaftliche Frage, sondern auch eine der Resilienz.

Auf der Konferenz wurde festgestellt, dass der Markt integrierte Gesamtlösungen benötigt, die Eigenverbrauch, Speicherung, Laden von Elektrofahrzeugen und Luft-Wasser-Wärmepumpen vereinen. Flexibilität und Speicherung sind die aktuellen Schlüsselwörter der Branche, und der Eigenverbrauch ist zudem ein wichtiges Instrument für die Elektrifizierung der Industrie. In regulatorischer Hinsicht fordert die Branche die Umsetzung der Politik zur administrativen Vereinfachung für Anlagen unter 500 Kilowatt, die Einführung von Energieeinsparzertifikaten (CAEs), mehr Flexibilität bei den Strompreisen und eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit. Gleichzeitig ist es dringend erforderlich, Spitzenqualität voranzutreiben, insbesondere im Bereich der Speicherung, wo die Zertifizierung von Geräten, die Schulung von Personal und die Cybersicherheit von einer Option zum Standard werden müssen.

Die Branche ist in kurzer Zeit von Null auf über 9.000 Megawatt gewachsen und hat dabei Schwankungen und Anpassungen durchlaufen. In den nächsten drei bis fünf Jahren wird sie im Zuge der Industrialisierungschancen eine wichtige Rolle spielen und muss dabei das angemessene Niveau in Innovation, Professionalisierung und Qualität erreichen.

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