de.wedoany.com-Bericht: Die UBS hat ihre Kupferpreisprognose kürzlich deutlich angehoben: Die Schätzung für 2026 wurde um 13 % nach oben korrigiert, für 2027 und 2028 um 4 % bzw. 3 %. Das Kursziel liegt bei 6,0 US-Dollar pro Pfund (rund 13.200 US-Dollar pro Tonne). Auch die langfristige Prognose wurde um 10 % auf 5,50 US-Dollar pro Pfund angehoben. Grundlage dieser Anpassung sind ein anhaltend begrenztes Angebot sowie eine stabile Nachfrage durch die Energiewende – die fundamentalen Aussichten sind insgesamt positiv.
Der Kupferpreis an der London Metal Exchange (LME) gab nach dem Ausbruch des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran kurzzeitig nach, erholte sich dann aber kräftig und nähert sich wieder dem historischen Höchststand von rund 13.000 US-Dollar pro Tonne.
Anhaltende Betriebsstörungen in wichtigen Minen wie Kamoa-Kakula und Grasberg haben zu mehrfachen Senkungen der Produktionserwartungen geführt. Die UBS geht davon aus, dass die stark schwankenden Energiepreise die Investitionsbereitschaft in den Bereichen erneuerbare Energien, Netzausbau und Reindustrialisierung weiter festigen und so die Kupfernachfrage mittelfristig solide stützen werden.
Angebots- und Nachfragemodelle deuten darauf hin, dass sich der Kupfermarkt allmählich auf ein Angebotsdefizit zubewegt. Eine Verknappung am physischen Markt und kontinuierlich sinkende Lagerbestände dürften die Kupferpreise auf hohem Niveau halten. Die UBS weist jedoch auch darauf hin, dass Angebot und Nachfrage derzeit noch nicht extrem angespannt sind und die Nachfragesignale uneinheitlich bleiben. Während die Minenproduktion unter Druck steht, bleibt die Hüttenproduktion relativ stabil. Das bedeutet, dass die vom Markt erwartete Angebotsverknappung möglicherweise länger auf sich warten lässt – die Lagerpuffer müssen erst weiter abgebaut werden, bevor der physische Markt in eine echte Mangellage gerät.
Die UBS erklärt, dass ein anhaltend hoher Kupferpreis den Markt zu mehr Sparsamkeit beim Kupfereinsatz oder zur Suche nach Alternativmaterialien bewegen wird. Nach dem jüngsten starken Preisanstieg tendieren die kurzfristigen Marktaussichten zu einer ausgeglicheneren Lage.
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