de.wedoany.com-Bericht: Die deutsche Bundesnetzagentur hat am Mittwoch (27. Mai) eine Ausschreibung für den Bau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von 2135 Megawatt im gesamten Bundesgebiet gestartet.
Die Behörde teilte mit, dass interessierte Teilnehmer ihre Gebote bis zum 1. Juli 2026 einreichen können und derzeit noch nicht die in Diskussion befindlichen neuen Netzentgelte für Stromerzeuger entrichten müssen. In dieser Ausschreibungsrunde hat die Regulierungsbehörde eine Preisobergrenze von 0,059 Euro pro Kilowattstunde (rund 0,06 US-Dollar) festgelegt; Angebote, die diesen Betrag überschreiten, werden vom Verfahren ausgeschlossen.
Als Teil eines umfassenderen Plans strebt die Bundesnetzagentur an, im Jahr 2026 den Zubau von 9900 Megawatt an Photovoltaik-Freiflächenkapazität zu unterstützen, wofür drei Ausschreibungsrunden durchgeführt werden sollen. Die Behörde betonte, dass eine Reihe von Gesetzesreformen zur Beschleunigung des Solarausbaus im ganzen Land – das sogenannte „Solarpaket I" – noch nicht die beihilferechtliche Genehmigung der Europäischen Union erhalten hat. Zu den vorgeschlagenen Reformen gehören die Anhebung der Kapazitätsobergrenze für einzelne Ausschreibungsprojekte von derzeit 20 Megawatt auf 50 Megawatt, die Festlegung höherer Höchstwerte für besondere Solaranlagen wie Agri-Photovoltaik- und Ufer-Photovoltaik-Systeme sowie die Einführung vorrangiger Ausschreibungsquoten für besondere Solarstromprojekte.
Die entsprechenden Reformmaßnahmen werden bei dieser Ausschreibung nur dann angewendet, wenn die Europäische Kommission die Beihilfe vor Ablauf der Angebotsfrist genehmigt. In der vorangegangenen Auswahlrunde hatte die Bundesnetzagentur 268 Projekte mit einer Gesamtleistung von 2299 Megawatt ausgewählt, wobei die erfolgreichen Gebote zwischen 0,0399 Euro und 0,051 Euro pro Kilowattstunde lagen.
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