de.wedoany.com-Bericht: Obwohl CO₂-Abscheidungsprojekte in der Zementindustrie bereits in Betrieb sind, zeigt eine aktuelle Analyse, dass ihr Beitrag zur Emissionsreduktion bis 2035 äußerst begrenzt sein wird. Die insgesamt abgeschiedene CO₂-Menge wird voraussichtlich weniger als 2 % der Emissionen dieser Branche betragen.
Die weltweit erste kommerzielle CO₂-Abscheidungsanlage für die Zementindustrie ist bereits in Norwegen in Betrieb. Die Anlage im Werk Brevik von Heidelberg Materials kann jährlich rund 400.000 Tonnen CO₂ abscheiden.
Weltweit befinden sich derzeit über 175 CO₂-Abscheidungsprojekte für die Zementindustrie in verschiedenen Entwicklungsphasen, von denen voraussichtlich 38 bis 2035 kommerziell in Betrieb gehen werden.
Perez Yeptho, Analyst bei LeadIT, betont, dass der Maßstab weiterhin eine zentrale Herausforderung darstellt: „Selbst wenn alle derzeit geplanten Projekte in Betrieb sind, wird die bis 2035 abgeschiedene Emissionsmenge weniger als 2 % der Gesamtemissionen der Branche ausmachen. Dies verdeutlicht eine entscheidende Lücke zwischen Ambition und Wirkung.“
Die Ausweitung der CO₂-Abscheidung ist in hohem Maße auf politische Unterstützung und gemeinsame CO₂-Transportnetze sowie andere Infrastruktur angewiesen. Mehrere große CCS-Projekte sollen ab 2026 schrittweise in Betrieb gehen, darunter die Anlage von Heidelberg Materials in Edmonton, Kanada, die eine jährliche Abscheidekapazität von über einer Million Tonnen CO₂ plant.
Die Zementproduktion ist für 8 % der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich und gilt als einer der vorrangigen Bereiche für die industrielle Dekarbonisierung.
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