de.wedoany.com-Bericht: Das spanische Ministerium für den ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung (MITECO) hat einen vorläufigen Beschluss zur zweiten Runde des Programms zur Wiederinbetriebnahme von Stromkreisen (REPOTEN 2) veröffentlicht, wonach 2.135.898 Euro aus dem EU-Fonds NextGenEU in erneuerbare Energieprojekte in der Provinz Burgos fließen. Im Rahmen dieser Ausschreibung wurden landesweit insgesamt 149 Vorschläge eingereicht, davon 24 aus der Autonomen Gemeinschaft Kastilien und León. Die vom Institut für Energiediversifizierung und -einsparung (IDAE) verwalteten Mittel werden für die technische Modernisierung von drei Energieinfrastrukturen im ländlichen Raum der Provinz verwendet, darunter der Austausch alter Windkraftanlagen und die Modernisierung eines Wasserkraftwerks sowie die Integration von Speichertechnologien zur Optimierung des Stromsystems.

Die Mittel verteilen sich wie folgt: Der Windpark Páramo de Poza I in Poza de la Sal erhält 1 Million Euro, der Windpark Páramo de Poza II weitere 1 Million Euro; das Wasserkraftwerk Quintanilla Escalada im Valle de Sedano erhält 135.898 Euro. Die beiden Windparkprojekte liegen nahe dem maximal zulässigen Betrag der Ausschreibungsverordnung. Die begünstigten Unternehmen haben eine Einspruchsfrist, danach erfolgt die endgültige Genehmigung. Der Fertigstellungstermin der Arbeiten ist auf den 30. Juni 2030 festgelegt, mit der Möglichkeit einer Verlängerung bis zum Jahresende.

Im Rahmen der technischen Modernisierung werden veraltete Anlagen der frühesten Wind- und Wasserkraftwerke in der Region Poza de la Sal abgebaut. Der Einsatz neuer Technologien zielt darauf ab, die Leistung zu steigern und die visuelle Beeinträchtigung zu verringern. Nach technischen Angaben des IDAE kann eine moderne Turbine sieben alte Turbinen ersetzen und bei geringerem Platzbedarf die gleiche oder mehr Strommenge erzeugen. Die neuen Anlagen arbeiten im „Grid-Forming"-Modus, was dem Verteilnetz eine höhere Stabilität verleiht und eine direkte Kombination mit Batteriespeichersystemen ermöglicht.

Die für das Wasserkraftwerk Quintanilla Escalada bereitgestellten 135.898 Euro dienen nicht nur der Automatisierung der Stromerzeugung, sondern erfordern auch die Durchführung verbindlicher Umweltmaßnahmen. Die europäischen Richtlinien schreiben vor, dass in der Flussumgebung des Wasserkraftwerks Fischdurchgänge installiert werden müssen, um die freie Bewegung und Wanderung der Fische zu gewährleisten, die vorgeschriebene Mindestwasserführung und den natürlichen Sedimenttransport sicherzustellen sowie spezifische Lebensraumschutz- und Renaturierungsarbeiten rund um das Wasserkraftwerk durchzuführen.
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