Italienische Fluggesellschaft plant, alle A330-900 durch A350-900 zu ersetzen
2026-06-02 17:07
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de.wedoany.com-Bericht: Die Lufthansa wird im Juni die Option ausüben, die Mehrheitsbeteiligung an der italienischen Fluggesellschaft ITA Airways zu erwerben, wobei ihr Anteil von 41 % auf 90 % steigen wird. Die Lufthansa wird dafür 325 Millionen Euro zahlen, und die Genehmigung durch die EU- und US-Kartellbehörden wird voraussichtlich im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein. ITA Airways-CEO Jörg Eberhart sagte in einem Interview mit AeroTime, dass die jährliche Wachstumsrate des Drehkreuzes Rom-Fiumicino bei etwa 5 % liege, deutlich über dem europäischen Durchschnitt, und dass die Langstreckenflotte innerhalb der nächsten vier Jahre von 23 auf 30 Maschinen aufgestockt werde. Derzeit betreibt ITA Airways sechs Airbus A350-900, 16 A330-900 sowie die letzte A330-200, die bald durch die 17. A330-900 ersetzt wird.

Alle sieben neuen Langstreckenflugzeuge werden vom Typ Airbus A350-900 sein. Eberhart stellte klar, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei, aber zwischen der A330-900 und der A350-900 tendiere das Unternehmen zur A350-900. Er ist der Ansicht, dass die A350-900 vielseitiger sei als die A330-900, insbesondere in Bezug auf die Reichweite, und daher sehr gut zur langfristigen Planung von ITA Airways passe. Innerhalb der nächsten zehn Jahre plant das Unternehmen, die gesamte A330-900-Langstreckenflotte durch die A350-900 zu ersetzen.

Innerhalb der Lufthansa Group bevorzugt auch die Ferienfluggesellschaft Discover Airlines die A350-900, um neue, weiter entfernte Ziele wie Südamerika zu erschließen. Ab Mitte 2027 wird die Lufthansa vier gebrauchte A350-900 an Discover Airlines übergeben; ab 2029 wird die Gesellschaft zudem neun fabrikneue A350-900 aus dem Konzernauftrag erhalten. Eberhart hofft, dass ITA Airways ebenfalls ein oder zwei A350-900 aus dem Lufthansa-Auftrag erhalten kann; derzeit laufen Gespräche zwischen beiden Seiten. Branchenkreisen zufolge kann Airbus Neukunden aufgrund der ausverkauften Produktionslinien lediglich Liefertermine nach 2034 anbieten.

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