de.wedoany.com-Bericht: Im Poblado Dirigido de Orcasitas in Madrid hat die erste Phase der Photovoltaik-Installation begonnen. Geplant ist die Montage von 583 Solarmodulen auf den Dächern von sieben Wohnblöcken, neun Einfamilienhäusern und der Städtischen Musikschule Maestro Barbieri (Escuela Municipal de Música Maestro Barbieri). Ziel ist es, in diesem Gebiet die erste ökologische Solargemeinschaft der Hauptstadt zu schaffen.
Álvaro González, Präsident des städtischen Wohnungs- und Grundstücksunternehmens EMVS Madrid und Vertreter der Wohnungspolitik, besichtigte gemeinsam mit der Bezirksrätin von Usera, Sonia Cea, den Baubeginn. Die Gründung der Energiegenossenschaft ist Teil eines im Januar 2025 unterzeichneten Rahmenabkommens, das von der Stadtverwaltung Madrid vorangetrieben wird.
Das Projekt ist Teil des von der Stadtverwaltung geförderten Programms zur Installation von Solarmodulen und zur gemeinschaftlichen Eigenverbrauchsregelung von Energie zwischen Nachbarn. Es zielt darauf ab, die lokale Produktion und den Verbrauch erneuerbarer Energien zwischen Bewohnern, Wohngebäuden und öffentlichen Einrichtungen zu erleichtern.
Die Arbeiten werden in mehreren Phasen durchgeführt. In der ersten Phase ist die Verlegung von 406 Solarmodulen auf den Dächern der sieben angrenzenden Wohnblöcke und der neun Einfamilienhäuser geplant. Die Bauarbeiten haben bereits an den ersten beiden Gebäuden begonnen. Die Stadtverwaltung Madrid hat das Dach der Städtischen Musikschule Maestro Barbieri für die zusätzliche Installation von 177 Photovoltaikmodulen bereitgestellt. Der erzeugte Strom wird der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt. Die nächste Phase beginnt nach der Gründung der Nachbarschaftsgenossenschaft, die die Energiegenossenschaft verwalten wird. Die Stadtverwaltung wird hierfür institutionelle und technische Unterstützung leisten.
Dieses Modell ermöglicht es auch Nutzern ohne eigenes Dach, über gemeinschaftliche Anlagen erneuerbare Energie zu beziehen. Die Stadtverwaltung Madrid rechnet damit, dass die Teilnehmer jährlich 20 bis 50 Prozent ihrer Stromkosten einsparen und besser gegen steigende Energiepreise gewappnet sind. Die jährliche Stromerzeugung der Anlagen in der ersten Phase wird 211.000 Kilowattstunden übersteigen, was einer jährlichen Reduzierung von etwa 65 Tonnen CO₂-Emissionen entspricht.
Orcasitas hat zudem durch verschiedene städtische Projekte Erfahrungen mit energetischer Sanierung und Stadterneuerung gesammelt. Im Rahmen des „Plans Rehabilita“ (Sanierungsplan) gingen in der Nachbarschaft 541 Förderanträge ein, von denen 125 Zuschüsse bewilligt wurden. Dies mobilisierte Mittel in Höhe von über 28,6 Millionen Euro und kam 1.858 Wohnungen zugute. Die im Wohngebiet durchgeführten Energieeffizienzmaßnahmen sparen jährlich über 22,9 Millionen Kilowattstunden Energie und vermeiden mehr als 5,4 Millionen Kilogramm CO₂-Emissionen. Ein weiteres Programm, „Transforma Tu Barrio“ (Verändere dein Viertel), hat 68 Zuschüsse mit einem Fördervolumen von über 3,1 Millionen Euro für 1.098 Wohnungen gewährt.
Diese Maßnahmen umfassen die Wohnungssanierung, die Senkung der Energiekosten und die Verbesserung der städtischen Umweltbedingungen. Die Stadtverwaltung Madrid verknüpft die Entwicklung der ökologischen Solargemeinschaft mit der Bekämpfung von Energiearmut, der Verbesserung der Luftqualität und der Modernisierung des Wohnungsbestands in Orcasitas.
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