Rolls-Royce aus Großbritannien revolutioniert die Triebwerksinspektion mit automatischen Drohnenscans
2026-06-03 15:07
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de.wedoany.com-Bericht: Rolls-Royce verändert die Triebwerksinspektion durch die Kombination von Automatisierung, Daten und menschlicher Fachkenntnis, um intelligentere, effizientere und sicherere Abläufe zu ermöglichen.

Bisher mussten Mitarbeiter für die Triebwerksinspektion aus verschiedenen Winkeln hunderte Fotos pro Triebwerk aufnehmen. Die Prüfer arbeiteten oft auf Hubarbeitsbühnen, um die erforderlichen Perspektiven zu erfassen, und mussten die Bilder anschließend prüfen und zusammenfügen. Dieser Prozess war zeitaufwändig, arbeitsintensiv und erschwerte die Aufrechterhaltung vollständig standardisierter Inspektionsaufzeichnungen. Dank fortschrittlicher Drohnentechnologie kann nun in wenigen Minuten eine 360-Grad-Komplettinspektion der Triebwerksaußenseite durchgeführt werden. Der Scan eines Rolls-Royce Pearl-Triebwerks dauert etwa viereinhalb Minuten, während ein Trent-Triebwerk rund neuneinhalb Minuten benötigt.

Diese Drohnen wurden speziell für die Luft- und Raumfahrtindustrie entwickelt und sind vollautomatische Systeme, die weder GPS noch manuelle Steuerung benötigen. Sie nutzen eine laserbasierte LiDAR-Positionierungstechnologie und ein fortschrittliches Hindernisvermeidungs-Navigationssystem mit millimetergenauer Präzision, um hochauflösende Bilder der Triebwerksaußenseite zu erfassen. Die Drohnen verfügen zudem über integrierte Notlandeprogramme und Backup-Batteriespeicher, um stets eine reibungslose und sichere Landung zu gewährleisten.

Die von den Drohnen erzeugten digitalen Modelle sind äußerst detailliert. Ingenieure können hineinzoomen, um Seriennummern zu lesen oder Kratzer und andere äußere Defekte sofort zu erkennen. Die Erkennungsgenauigkeit beträgt 0,5 Millimeter bei einer Abweichung von ±3 % der Entfernung.

Der externe Technologiepartner von Rolls-Royce für Drohnenscans verfügt über zehn Jahre Erfahrung in der automatisierten Flugzeuginspektion und hat bereits mit zahlreichen Luft- und Raumfahrt- sowie MRO-Unternehmen (Wartung, Reparatur und Überholung) zusammengearbeitet. Die Zusammenarbeit mit einem so erfahrenen Partner ermöglicht es dem Unternehmen, das Werkstattniveau näher an den Industrie-4.0-Standard heranzuführen, bei dem Automatisierung, Daten und menschliche Fachkenntnis sich gegenseitig ergänzen.

Der Inspektionsprozess ist schneller, sicherer und besser nachvollziehbar, mit weniger Raum für menschliche Fehler. Obwohl sich die Technologie noch in der frühen Einführungsphase befindet, hat sie in mehreren Werken von Rolls-Royce bereits ihren Wert unter Beweis gestellt. Sie liefert kontinuierlich hochwertige Bilder und ermöglicht den einfachen Zugriff auf digitale Daten, was die Produktivität steigert und die Personalsicherheit sowie die Produktqualität verbessert. Rolls-Royce betont, dass die Zukunft der Inspektion nicht darin besteht, Menschen durch Maschinen oder künstliche Intelligenz zu ersetzen, sondern darin, qualifizierte Inspektionsteams mit Technologie auszustatten, damit sie in ihrer Arbeit noch weiter hervorstechen können.

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