Alstom liefert die ersten 35 Coradia-Stream-Triebzüge an Bulgarien aus
2026-06-03 15:07
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de.wedoany.com-Bericht: Alstom hat die ersten sechsteiligen Coradia-Stream-Elektrotriebzüge aus seinem Werk in Bautzen, Deutschland, an Bulgarien versandt. Dies ist die erste Auslieferung von 35 bestellten Zügen aus einem im Jahr 2025 unterzeichneten Vertrag im Wert von 720 Millionen Euro. Der Vertrag wird vom Konsortium BULEMU ausgeführt, das von Alstom und dem lokalen Unternehmen RVP Invest gebildet wird. Der Fahrzeugbeschaffungsanteil beträgt 452 Millionen Euro, das langfristige Wartungspaket 268 Millionen Euro. Diese 160 km/h schnellen Regionalzüge sind die ersten Personenzüge, die Alstom an den bulgarischen Staatsbetreiber BDZ liefert.

Der Vertrag umfasst die Herstellung, Lieferung und 15-jährige Vollwartung von 35 sechsteiligen Coradia-Stream-Elektrotriebzügen (EMU), die speziell für bulgarische Regional- und Intercity-Strecken konzipiert sind. Alstoms Anteil an diesem Vertrag beträgt 600 Millionen Euro, der Rest entfällt auf den lokalen Partner RVP Invest, der gemeinsam vorbeugende, planmäßige und Notfallwartung erbringen wird. Diese EMU werden auf Korridoren mit einer maximalen Reisezeit von 5 Stunden verkehren und sind mit dem Signalsystem ERTMS Stufe 2, digitaler Fahrgastzählung und Mehrspannungs-Kompatibilität ausgestattet, was den Technischen Spezifikationen für die Interoperabilität (TSI) entspricht. Das bulgarische Ministerium für Verkehr und Kommunikation hat den genauen Lieferzeitplan für die verbleibenden 34 Züge noch nicht offiziell bekannt gegeben.

BDZ hat 268 Millionen Euro für die 15-jährige Wartung der 35 EMU bereitgestellt, was im Vergleich zu Hochgeschwindigkeits-Infrastruktur-Wartungspaketen geringere Lebenszyklus-Unterstützungskosten für eine standardisierte Personenverkehrsflotte zeigt. Im Vergleich dazu startete das britische Projekt High Speed 2 (HS2) eine Marktbeteiligungsaktion für ein temporäres Wartungsvertragspaket (IMC) im Wert von 1,24 Milliarden Pfund (ca. 1,45 Milliarden Euro) für einen Zeitraum von 10 Jahren von 2027 bis 2037. Der HS2-Vertrag deckt komplexe Tiefbauanlagen und routinemäßige Instandhaltung vor der Inbetriebnahme des Eisenbahnsystems ab, während der bulgarische Vertrag ein hochintegriertes Fahrzeuglebenszyklusmodell widerspiegelt, bei dem die Wartung direkt mit dem 452-Millionen-Euro-Herstellungsgeschäft verknüpft ist, um die langfristigen Betriebsrisiken von BDZ zu senken.

Diese Beschaffung markiert einen strategischen Wandel der südosteuropäischen Eisenbahnen von der reinen Anschaffung von Vermögenswerten hin zur langfristigen Sicherstellung der Flottenverfügbarkeit. Durch die direkte Integration der ERTMS-Stufe-2-Technologie aus dem deutschen Fertigungswerk bringt BDZ sein Netz mit den Digitalisierungstrends Westeuropas in Einklang und legt den Grundstein für die Integration Bulgariens in breitere europäische interoperable Eisenbahnkorridore (Quelle: IndexBox, 2025).

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