de.wedoany.com-Bericht: Nippon Paint und Sherwin-Williams haben ihr öffentliches Übernahmeangebot für AkzoNobel aufgegeben. Ende Mai hatte der japanische Mischkonzern ein 12,5 Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot vorgelegt, bei dem Nippon Paint die dekorativen Lack- und Industrielacksparten von AkzoNobel behalten sollte, während die Bereiche Autolacke, Schiffslacke und Pulverbeschichtungen an Sherwin-Williams verkauft werden sollten.

AkzoNobel erfuhr von dieser Entscheidung durch eine gemeinsame Erklärung der beiden Unternehmen. Das Übernahmeangebot wurde als Unterbewertung des Geschäftswerts von AkzoNobel angesehen, bot keine Sicherheit hinsichtlich der behördlichen Genehmigung und sah zudem eine Aufteilung des Unternehmens auf Nippon Paint und Sherwin-Williams vor. Aus diesen Gründen entschied der Vorstand des in den Niederlanden ansässigen Unternehmens AkzoNobel einstimmig, den bereits vereinbarten und empfohlenen Fusionsplan mit dem Autolackhersteller Axalta weiterzuverfolgen.
AkzoNobel und Axalta hatten im November letzten Jahres eine Fusion auf Augenhöhe angekündigt, die als Aktientausch abgewickelt werden soll. Ziel ist die Schaffung eines weltweit führenden Lackunternehmens mit einem Umsatz von 17 Milliarden US-Dollar und einem Marktwert von 25 Milliarden US-Dollar.
Der Fusionsvertrag soll Anfang Juli dieses Jahres von den Aktionären beider Unternehmen abgestimmt werden. Das fusionierte Unternehmen wird über ein komplettes Portfolio an Beschichtungslösungen mit fast 100 bekannten Marken verfügen und erwartet jährliche Kosteneinsparungen von 600 Millionen US-Dollar, von denen 90 % in den ersten drei Jahren nach der Fusion realisiert werden sollen.
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