Jungheinrich bringt autonomen mobilen Roboter für den Hochtransport mit 1200 kg Nutzlast auf den Markt
2026-06-04 11:02
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de.wedoany.com-Bericht: Jungheinrich hat einen autonomen mobilen Roboter für den Hochtransport vorgestellt, der speziell für Logistik- und Produktionsumgebungen konzipiert ist. Der neue EAC 212a kann Paletten in Lagerbereichen, Online-Transportsystemen oder Kommissionierzonen handhaben und in automatisierte Regalbediensysteme (AS/RS) integriert werden.

Der Roboter hat eine Tragfähigkeit von 1200 kg und eine Fahrgeschwindigkeit von 6 km/h. Durch die Reduzierung manueller Eingriffe an Umschlagpunkten werden die Prozessstabilität und die Systemverfügbarkeit verbessert.

Jonas Radtke-Payne, Produktmanager bei Jungheinrich, erklärte, dass das Unternehmen mit der Aufnahme des EAC 212a in sein Produktportfolio die Produktlinie um eine autonome Lösung erweitert, die speziell für Hochregalanwendungen ausgelegt ist. Kunden können den Ein- und Auslagerungsprozess vollständig automatisieren und so manuelle Eingriffe sowie potenzielle Fehlerquellen deutlich reduzieren.

Der Roboter ist mit einem auf künstlicher Intelligenz basierenden 3D-Palettenerkennungssystem ausgestattet, das auch bei verschobenen Palettenpositionen eine zuverlässige Identifizierung und Handhabung der Lastträger ermöglicht. Das intelligente System kompensiert automatisch Abweichungen von bis zu ±100 mm und Verdrehungen von bis zu ±10°. Selbst wenn Paletten manuell platziert werden und nicht exakt an der erwarteten Position stehen, wird die Prozessstabilität gewährleistet, wodurch unerwartete Unterbrechungen reduziert und die Produktivität gesteigert werden.

Jonas Radtke-Payne wies darauf hin, dass das intelligente Palettenerkennungssystem den zuverlässigen Betrieb des EAC 212a unter realen Bedingungen sicherstellt, was für die Stabilität der Arbeitsabläufe, insbesondere in gemischten Betrieben mit manuellen Tätigkeiten, von entscheidender Bedeutung ist.

Der EAC 212a ermöglicht eine einfache Inbetriebnahme dank konturbasierter Navigationstechnologie, die natürliche Elemente in der Umgebung zur Positionsbestimmung nutzt. Mithilfe von LiDAR-Sensoren erstellt das Gerät eine Umgebungskarte und navigiert autonom, ohne dass künstliche Referenzpunkte oder bauliche Veränderungen des Lagerlayouts erforderlich sind. Dies verkürzt die Projektlaufzeiten und senkt die Investitionskosten.

Der Roboter ist kompatibel mit dem VDA 5050-Standard und lässt sich problemlos in übergeordnete Steuerungssysteme und Hosts integrieren. Verkehrsbereiche und Prozesslogiken können jederzeit flexibel an sich ändernde Anforderungen angepasst werden. Sein Design ermöglicht den Einsatz in gemischten Umgebungen zusammen mit Bedienern und manuellen Gabelstaplern. Ein 360°-Sicherheitssensorsystem überwacht kontinuierlich die Umgebung des Geräts und erkennt unerwartete Hindernisse in Fahrtrichtung bereits ab einer Höhe von nur 70 mm, um diese autonom zu umfahren. Dies erhöht die Betriebssicherheit und stabilisiert den Materialfluss.

Um einen kontinuierlichen und wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten, ist der EAC 212a mit einem vollständig integrierten 130-Ah-Lithium-Ionen-Akku ausgestattet und nutzt ein automatisches Gelegenheitsladesystem. Durch ein fortschrittliches Steuerungssystem kann der Roboter in Pausen zwischen Bereichen selbstständig zur Ladestation fahren und nach kurzer Aufladung seine Transportaufgaben wieder aufnehmen. Dies minimiert manuelle Eingriffe und erhöht die effektive Betriebszeit.

Der EAC 212a ist als skalierbare Lösung konzipiert. Projekte können mit wenigen Geräten beginnen und bei Bedarf erweitert werden. Drahtlose Updates unterstützen die kontinuierliche Weiterentwicklung der Funktionen und weitere Anwendungsfälle. Jonas Radtke-Payne betonte, dass die Automatisierung mit den sich entwickelnden Kundenanforderungen wachsen können muss. Daher wurde der EAC 212a von Anfang an als skalierbare und zukunftssichere Lösung entwickelt.

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