de.wedoany.com-Bericht: Iveco testet in Zusammenarbeit mit Gruber Logistics einen vollelektrischen Lkw im Straßenverkehr, als Teil des europäischen Forschungsprojekts EMPOWER. Der Testzeitraum beträgt sechs Monate und startet Mitte Juni 2026. Das Testfahrzeug ist ein Prototyp eines vollelektrischen Lkw auf Basis des Iveco S-eWay-Fahrgestells, der von Gruber Logistics an dessen Standort in Nordostitalien eingesetzt wird. Laut den Projektpartnern wird der Test innerhalb der Stückgutabteilung (LTL) von Gruber Logistics durchgeführt und umfasst Sammelgut- und Teilladungstransporte.
Laut Iveco wird das vollelektrische Fahrzeug mit einer Reichweite von etwa 400 Kilometern bis Ende 2026 auf Mittel- und Langstrecken getestet. Zuvor wurden bereits erste Tests auf dem Iveco-Versuchsgelände in Ulm abgeschlossen. Der Lkw integriert mehrere Lösungen, die im Rahmen des EMPOWER-Projekts entwickelt wurden, das von der Europäischen Kommission über das Programm Horizont Europa finanziert wird. Dazu gehören „eine zusätzliche Fahrerhausisolierung sowie Funktionen der Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI), die besonders nachhaltige Routen planen und den Energieverbrauch optimieren“. Das Fahrzeug wurde speziell für den Sammelguttransport angepasst.
Die Batterie des Elektro-Lkw hat eine Gesamtkapazität von 300 Kilowattstunden und wird von einer 480 Kilowatt starken elektrischen Antriebsachse (FPT eAxle) unterstützt, die Motor, Getriebe und Leistungselektronik in einem System integriert. Eine Besonderheit des Prototyps ist, dass er speziell für den emissionsfreien Langstreckentransport mit Wechselbehältern ausgelegt ist, anstatt für die herkömmliche Sattelauflieger-Anwendung. Dafür wurde das Fahrgestell verlängert und entsprechend den gemeinsam mit Gruber Logistics festgelegten Betriebsanforderungen angepasst. Das Fahrerhaus wurde ebenfalls in Zusammenarbeit mit mehreren EMPOWER-Projektpartnern weiterentwickelt, um die erforderlichen Betriebs- und Steuerungsstrategien umzusetzen.
EMPOWER steht für „Eco-operated, Modular, highly efficient, and flexible multi-POWERtrain for long-haul heavy-duty vehicles“. Iveco gibt an, dass das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Förderung skalierbarer, emissionsfreier Gütertransporte in Europa leisten soll. Durch die Erprobung vollelektrischer Schwerfahrzeuge in realen Logistikabläufen soll die Lücke zwischen Technologieentwicklung und breiter Markteinführung geschlossen werden. Die während der Testphase gesammelten Daten werden dazu beitragen, zukünftige Elektro-Lkw-Plattformen weiter zu optimieren und den Einsatz vollelektrischer Fahrzeuge im Regional- und Fernverkehr voranzutreiben.
Pierpaolo Biffali, Leiter für Innovation und fortschrittliche Technik bei der Iveco Group, sagte zu den Tests, dass das EMPOWER-Projekt „den idealen Rahmen bietet, um gemeinsam mit Partnern aus dem gesamten Ökosystem konkrete und anspruchsvolle Transportanwendungen zu bearbeiten“. Martin Gruber, CEO von Gruber Logistics, ergänzte: „Mit dem speziell für die EMPOWER-Anwendung maßgeschneiderten elektrischen Iveco-Prototyp-Lkw können wir die Leistung und Zuverlässigkeit eines Spitzenfahrzeugs unter realen Logistikbedingungen testen. Durch den Einsatz des Fahrzeugs auf verschiedenen Routen und mit verschiedenen Warengruppen im Sammelgut- und Teilladungsbereich können wir wertvolle Erfahrungen für die weitere Entwicklung emissionsfreier Schwerlast-Nutzfahrzeuge sammeln.“
Während der Testphase ist der Lkw mit einem Datenlogger ausgestattet, der umfangreiche Informationen zum Fahrzeugbetrieb erfasst, darunter Daten zum Stromverbrauch, zur Effizienz der fünf Batterien und zum Ladeverhalten. Diese Daten werden am Standort von Gruber Logistics im italienischen Bologna verwaltet, wo das Testfahrzeug über mobile Ladeeinheiten aufgeladen wird. Im Jahr 2026 liegt der Schwerpunkt des Projekts auf der Testphase des vollelektrischen Fahrzeugs; Iveco gibt an, dass für 2027 die Erprobung eines Wasserstoff-Lkw mit Brennstoffzellentechnologie geplant ist.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









