Saipem schließt Montage eines 5.200 Tonnen schweren Moduls für libysches Offshore-Gasprojekt ab
2026-06-06 10:09
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de.wedoany.com-Bericht: Saipem hat mit ihrem Schwerlastkranschiff Saipem 7000 vor der Küste Libyens im Rahmen des Bouri Gas Utilization Project (BGUP) ein Gasrückgewinnungsmodul gehoben und installiert. Das Modul wiegt über 5.200 Tonnen, hat Abmessungen von etwa 45 Metern × 31 Metern und eine Höhe von rund 45 Metern. Die Bauzeit betrug etwa zwei Jahre. Es ist mit einem Gasaufbereitungssystem ausgestattet und wurde nun auf der bestehenden Offshore-Plattform des Bouri-Feldes installiert, als Teil der Infrastruktur-Modernisierung des Feldes.

Das Modul wurde von Rosetti Marino in dessen Werft in Marina di Ravenna im Auftrag von Saipem gebaut und Anfang Mai zum Bouri-Feld, etwa 170 Kilometer vor der libyschen Küste, transportiert. Saipem erklärte, dass die Hebeoperation ein entscheidender Meilenstein in der Projektausführung sei und die Fähigkeiten des Unternehmens im Bereich Schwerlastheben und Offshore-Installation unterstreiche.

Nach Abschluss der Hebearbeiten wird Rosetti Marino weiterhin für die anschließenden Offshore-Aktivitäten verantwortlich sein, einschließlich der Integration des Moduls in die bestehende DP4-Plattform sowie der Anschluss- und Inbetriebnahmearbeiten für Kommunikations-, Sicherheits- und Kontrollsysteme. Darüber hinaus ist geplant, die etwa 28 Kilometer lange Unterwasserpipeline, die die Plattformen DP3, DP4 und Sabratha verbindet, vorab in Betrieb zu nehmen. Diese Pipeline dient dem Transport des rückgewonnenen Gases zum Mellitah-Verarbeitungskomplex.

Das Bouri Gas Utilization Project wird von Mellitah Oil and Gas (einem Joint Venture zwischen Eni und der libyschen National Oil Corporation) entwickelt. Ziel ist es, derzeit abgefackeltes Begleitgas zurückzugewinnen und zum Mellitah-Komplex zu transportieren, wo es entweder im Inland genutzt oder exportiert wird. Laut Projektinformationen soll die Reduzierung des Abfackelns jährlich etwa 1,5 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent einsparen, gleichzeitig eine tägliche Gasproduktionssteigerung von bis zu rund 2 Millionen Kubikmetern unterstützen und die Betriebseffizienz der bestehenden Infrastruktur verbessern.

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