de.wedoany.com-Bericht: Der spanische Verband der Farben- und Druckfarbenhersteller (ASEFAPI) rief am 27. und 28. Mai Branchenführer und Mitgliedsunternehmen in Valencia zu einer jährlichen Branchenkonferenz und Mitgliederversammlung zusammen. Auf der Veranstaltung wurde die Branchenentwicklung Revue passieren gelassen, aufkommende Markttrends sowie die zentralen Herausforderungen diskutiert, die die Branche in den kommenden Jahren prägen werden.

Die spanische Farben- und Druckfarbenindustrie setzte ihren Wachstumskurs fort und erzielte einen Gesamtumsatz von 2,067 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 2,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Alle wichtigen Segmente trugen zu diesem Ergebnis bei: Bautenfarben legten um 2,8 % zu, Industrielacke um 1,5 %, und Druckfarben verzeichneten mit 3,6 % das stärkste Wachstum.
Die Teilnehmer diskutierten über sich ändernde Bautrends, die die Nachfrage nach Farben beeinflussen: Die zunehmende Verwendung von Glas in der modernen Architektur verringert die zu beschichtende Oberfläche für herkömmliche Baufarben, schafft aber gleichzeitig neue Chancen für fortschrittliche Hochleistungsbeschichtungstechnologien. Dieser Wandel fördert auch das Interesse an lösemittelarmen und nachhaltigeren Formulierungen, um die immer strengeren Umwelt- und Leistungsanforderungen zu erfüllen.
Innovation war ein weiteres zentrales Thema. Die auf der Konferenz veröffentlichten Branchendaten zeigen, dass die Hauptschwerpunkte der spanischen Forschungslabore auf der Einhaltung von Vorschriften (28 %) und der Kostensenkung (27 %) liegen. Dies unterstreicht die Bedeutung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in einem sich schnell verändernden regulatorischen Umfeld in Einklang zu bringen.
Die Branche zeigt ein starkes Geschäftsvertrauen. Rund 43 % der ASEFAPI-Mitgliedsunternehmen meldeten ein Wachstum von über 5 %, und die Exporte sind seit 2015 um 61 % gestiegen. Dies zeigt die zunehmende internationale Wettbewerbsfähigkeit der spanischen Hersteller und ihre Fähigkeit, globale Märkte zu erschließen.
Die Tagesordnung der Konferenz umfasste Vorträge und Diskussionen zu einer Reihe von Themen, die die Branche betreffen, darunter Arbeitskräftemangel, Transport und Logistik, geopolitische Dynamiken, Einzelhandelstrends sowie die breiteren wirtschaftlichen und politischen Aussichten.
Mit Blick auf die Zukunft wurden Arbeitskosten und -mangel als die größten Sorgen der Branche für das Jahr 2026 identifiziert, weit vor anderen Herausforderungen. Auch regulatorischer Druck und steigende Kundenanforderungen wurden als Bereiche genannt, die kontinuierlicher Aufmerksamkeit bedürfen.
Wie in den Vorjahren bot die ASEFAPI-Konferenz eine wichtige Plattform für Wissensaustausch, Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Lieferanten und Branchenakteuren. Die nächste ASEFAPI-Konferenz wird das 50-jährige Bestehen des Verbandes feiern und in Madrid stattfinden.
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