Uruguay und EU erkunden Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Verkehrsinfrastruktur
2026-06-07 14:58
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de.wedoany.com-Bericht: Die uruguayische Ministerin für Verkehr und öffentliche Arbeiten, Lucía Etcheverry, erklärte auf dem „Uruguay-EU-Forum“, dass das Land sich für die Entwicklung des multimodalen Verkehrs einsetze und durch den Einsatz von Technologie die Digitalisierung von Verwaltungsverfahren vorantreibe, um die Investitionsbewertung für die Infrastruktur von Straßen, Schienen und Flughäfen zu optimieren. Das Forum, das sich auf die geschäftlichen und strategischen Chancen konzentrierte, die sich aus dem Inkrafttreten des Abkommens zwischen der EU und dem Mercosur ergeben, fand in Montevideo statt. Daran nahmen der uruguayische Präsident Yamandú Orsi, Regierungsvertreter, Botschafter mehrerer Länder, Unternehmer und internationale Experten teil.

Etcheverry beteiligte sich an der Diskussionsrunde „Öffentliche Bauprojekte im Bereich Infrastruktur und Logistik“, in der es um öffentlich-private Partnerschaftsmodelle und den Mehrwert europäischer Investitionen in diesen Bereichen ging. Sie wies darauf hin, dass das uruguayische Straßennetz sehr leistungsfähig sei und als eines der besten Lateinamerikas gelte. Sie betonte, dass ihr Ministerium sich schwerpunktmäßig auf die Einführung von Technologie konzentriere, um die Digitalisierung, Automatisierung und Vereinfachung von Verfahren und Vorschriften voranzutreiben, Zeit zu sparen und die Bewertung des Investitionswerts zu optimieren, mit dem Ziel, neue Entwicklungschancen für die Straßeninfrastruktur, den Schienenverkehr und den Flugverkehr zu schaffen.

Im Rahmen des Forums wurde auch über öffentlich-private Partnerschaftsmodelle und die Chancen für neue Initiativen im Verkehrs- und Logistiksektor diskutiert. In diesem Zusammenhang hob Etcheverry die regionale Komplementarität hervor und erwähnte, dass Uruguay dem „Consenso de Brasilia“ beigetreten sei, einem Mechanismus, der zur Koordinierung von Infrastrukturinvestitionen in ganz Lateinamerika beitrage. Sie teilte mit, dass Uruguay an einem Gesamtplan für das Schienennetz arbeite, der zwei Schlüsselprojekte für dieses und das nächste Jahr umfasse: den Bau einer Eisenbahnbrücke nördlich des Río Negro und den Wiederaufbau der Eisenbahnlinie nach Río Branco. Das erste Projekt werde die Gütertransportkapazität mit Brasilien erhöhen und die Entwicklung der nördlichen Provinzen fördern, das zweite Projekt stärke durch den Bau einer neuen Brücke über den Río Yaguarón die bilaterale Logistikanbindung und erleichtere den Handel mit Getreide und anderen Produkten. Die Ministerin betonte, dass Brasilien den Bau der Brücke über den Río Yaguarón übernehmen werde, während Uruguay für den Bau der Straßenverbindung zwischen diesen beiden Infrastrukturen zuständig sei. Diese Maßnahmen stellten eine verstärkte physische und kommerzielle Integration zwischen den Mercosur-Staaten und den EU-Ländern dar.

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