de.wedoany.com-Bericht: Die russische Staatskernenergiegesellschaft Rosatom erarbeitet ein finanzwirtschaftliches Modell für die Entwicklung der Nördlichen Seeroute, das bis 2030 private und staatliche Investitionen in Höhe von rund 5 Billionen Rubel und bis 2035 etwa die gleiche Summe vorsieht. Dies gab Unternehmenschef Alexei Lichatschow auf einer Podiumsdiskussion des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF) bekannt und erklärte, dass die Arbeiten auf Anweisung der Regierung durchgeführt würden.

Lichatschow betonte, dass diese Aufgabe ohne Kernhaushaltsmittel nur schwer zu bewältigen sei. Das Projekt sei jedoch pragmatisch ausgerichtet, damit sich die staatlichen Investitionen in Zukunft in Form von Steuereinnahmen verzehnfachen könnten.
Die Entwicklung der Nördlichen Seeroute erfolgt in drei Phasen. In der ersten Phase bis 2030 wird auf der Grundlage der aktuellen Arktisprojekte (einschließlich Energieprojekte) und der Stärkung der Partnerschaften mit China und Indien ein Frachtaufkommen von 70 bis 109 Millionen Tonnen erwartet. In der zweiten Phase (2031–2035) soll eine ganzjährige Schifffahrt nach dem Prinzip der Konvoifahrt ermöglicht werden. Lichatschow wies darauf hin, dass die östlichen Gebiete derzeit noch nach Fahrplan betrieben würden. In der dritten Phase (2036–2040) wird ein systematischer Anstieg des Frachtaufkommens in östlicher Richtung erwartet, wobei diese Phase zwei Szenarien umfasst. Das Basismodell geht von 135 Millionen Tonnen Fracht aus, doch müsse man auf das zweite Szenario vorbereitet sein – einen explosionsartigen Anstieg des Transportvolumens um mindestens das Doppelte.
Das steigende Transportvolumen erfordert den Bau entsprechender Infrastruktur, darunter Begleitschiffe, Stromnetze, Pipelines, Häfen und mehr.
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