K+S-Gruppe übernimmt polnisches Salzgeschäft von Qemetica für 350 Millionen Euro
2026-06-08 11:41
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de.wedoany.com-Bericht: Die K+S-Gruppe übernimmt zwei Produktionsstätten für Speisesalz von Qemetica zu einem Kaufpreis von 350 Millionen Euro zuzüglich einer Earn-out-Komponente von bis zu 30 Millionen Euro und stärkt damit ihr Salzgeschäft in Europa.

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Die Übernahme erweitert das eigene europäische Salzgeschäft der K+S-Gruppe und erschließt neue Wachstumsräume in Mittel- und Osteuropa. Der Kaufpreis beinhaltet eine Earn-out-Komponente von bis zu 30 Millionen Euro, deren genaue Höhe von der Geschäftsentwicklung des ehemaligen Qemetica-Salzbereichs in den Jahren 2026 und 2027 abhängt. Im Jahr 2025 beschäftigte dieser Bereich rund 400 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von etwa 125 Millionen Euro sowie ein EBITDA von knapp 50 Millionen Euro.

Christian H. Meyer, Vorstandsvorsitzender der K+S, erklärte, dass sich das europäische Salzmarktumfeld zuletzt deutlich verbessert habe und das Unternehmen stabile Umsätze erziele, die einen verlässlichen Beitrag zum Gesamtgeschäft leisteten. Die Übernahme der beiden Speisesalz-Produktionsstätten von Qemetica biete K+S die Möglichkeit, das europäische Salzgeschäft weiter auszubauen und neue Wachstumspotenziale in Mittel- und Osteuropa zu erschließen.

Die beiden Produktionsstandorte in Staßfurt und Janikowo produzieren hauptsächlich Spezialsalze, beispielsweise für die Wasserenthärtung und die Lebensmittelindustrie. Meyer zufolge ergänzen diese Produkte das bestehende Portfolio von K+S ideal, und er freue sich auf die neuen Kollegen.

Kamil Majczak, Vorstandsvorsitzender von Qemetica, erklärte, dass die Übergabe des in den letzten Jahren intensiv entwickelten Salzgeschäfts an einen verlässlichen Partner dem Unternehmen helfe, Kapital für strategische Projekte freizusetzen. Die Transaktion bedeute das Ende des ehemaligen Qemetica-Salzbereichs, eröffne aber gleichzeitig ein neues Kapitel, da das Unternehmen eine neue Abteilung für Ressourcenrückgewinnung einrichten werde, wobei die Abfallenergieverwertung eine der Wachstumssäulen darstelle.

In Bezug auf die Finanzierung prüft K+S derzeit verschiedene Kapitalmarktinstrumente, um den Kaufpreis zu begleichen und die Konzernfinanzierung zu optimieren. Zeitpunkt, Umsetzung und Struktur der Finanzierung hängen von den Marktbedingungen und den Finanzierungsbedingungen ab. Finanzvorstand Jens Christian Keuthen wies darauf hin, dass das Unternehmen bei fehlender Finanzierung vor dem voraussichtlich im ersten Quartal 2027 abgeschlossenen Vollzug auf die vorhandene Liquidität und zugesagte Kreditlinien zurückgreifen und zu einem späteren Zeitpunkt eine Refinanzierung vornehmen könne. Er betonte, dass der dem Kaufpreis zugrunde liegende Multiple nahe an der Börsenbewertung von K+S liege und die Verschuldungsquote des Konzerns im Wesentlichen unverändert bleibe, da der Kaufpreis einem stabilen Gewinnbeitrag entspreche.

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