de.wedoany.com-Bericht: Das in Bristol ansässige Biotechnologieunternehmen Mykor hat kürzlich den Abschluss einer neuen Finanzierungsrunde in Höhe von 4 Millionen Pfund (ca. 37 Millionen Yuan) bekannt gegeben. Die Runde wurde gemeinsam vom Clean Growth Fund und der FSE Group angeführt, mit Beteiligung des British Business Bank South West Investment Fund, Green Angel Ventures und Innovate UK. Damit beläuft sich die Gesamtfinanzierung des Unternehmens auf 7,5 Millionen Pfund (ca. 69 Millionen Yuan). Gleichzeitig gab Mykor bekannt, dass es kommerzielle Vereinbarungen im Wert von über 338 Millionen Pfund (ca. 3,1 Milliarden Yuan) unterzeichnet hat. Die Mittel sollen vor allem für den Ausbau der Produktionskapazitäten, die Produktentwicklung und die Erschließung des europäischen Marktes verwendet werden.
Mykor wurde 2021 gegründet und ist ein auf kohlenstoffarme Baustoffe spezialisiertes Biotechnologieunternehmen. Die zentrale Technologieplattform des Unternehmens wandelt Industrie- und landwirtschaftliche Abfälle mithilfe von patentierten Myzelstämmen, umweltfreundlichen chemischen Hilfsstoffen und einem geschlossenen biotechnologischen Herstellungsverfahren in kohlenstoffarme Biomaterialien um. Die Geschäftsführerin Olivia Page und die Betriebsleiterin Valentina Dipietro sind beide Mitgründerinnen des Unternehmens.
Das erste kommerzielle Produkt von Mykor, MykoSIP, ist ein vorgefertigtes Trennwandsystem, das hauptsächlich als Ersatz oder Ergänzung für traditionelle kohlenstoffintensive Materialien dient. Das Produkt hat strenge Tests in Bezug auf Brandschutz, Haltbarkeit und Schalldämmung bestanden und bietet zudem Vorteile beim Wasser- und Stromverbrauch. Laut Unternehmensangaben kann das Produkt Entwicklern und Bauunternehmen helfen, den grauen Kohlenstoff in Projekten erheblich zu reduzieren. Die globalen Emissionen der Bauindustrie machen etwa 39 % der weltweiten Gesamtemissionen aus, wovon rund 11 % auf den grauen Kohlenstoff von Baustoffen und weitere 28 % auf den Betriebsenergieverbrauch entfallen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach kohlenstoffarmen Materialien durch Bauvorschriften in Europa und Großbritannien kontinuierlich.
Mykor betont, dass es sich nicht nur auf die Materialherstellung beschränkt, sondern auch eine skalierbare Technologieplattform anbietet, die es Fertigungspartnern und Bauunternehmen ermöglicht, kohlenstoffarme Biomaterialien direkt in bestehende Lieferketten und Produktionsanlagen zu integrieren, ohne größere Änderungen an den Produktionslinien vornehmen zu müssen. Ein Partner des Clean Growth Fund aus Großbritannien erklärte: „Die technische Biologieplattform von Mykor wird zur Dekarbonisierung der Baustoffindustrie beitragen und die Treibhausgasemissionen in der gesamten Wertschöpfungskette wirksam reduzieren.“ Der Fondsmanager der FSE Group fügte hinzu, dass das Unternehmen bereits beträchtliche kommerzielle Vereinbarungen mit großen Baukunden abgeschlossen habe. Mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten und der Produktpalette treibt Mykor die Ausweitung seiner biotechnologischen Fertigung auf die wichtigsten europäischen Märkte voran.
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