de.wedoany.com-Bericht: Gás Verde (Biomethanproduzent) und der deutsche multinationale Baustoffhersteller Knauf haben eine Partnerschaft zur Lieferung von Biomethan geschlossen. Das erneuerbare Gas wird im Werk von Knauf in der Stadt Queimados im Großraum Rio de Janeiro in Brasilien eingesetzt, das hauptsächlich Trockenbausysteme herstellt.

Gemäß der Vereinbarung erhält das Knauf-Werk in Queimados täglich 13.000 Kubikmeter bzw. jährlich 4,7 Millionen Kubikmeter Biomethan, was einem Drittel des gesamten Energieverbrauchs des Werks entspricht. Die Vertragslaufzeit beträgt drei Jahre, die Lieferung beginnt im Juni 2026. Beide Seiten erklärten, dass eine Ausweitung der Liefermenge möglich sei, da der restliche Energieverbrauch des Werks weiterhin aus fossilem Erdgas gedeckt wird und beide Gase austauschbar sind. Durch den Einsatz von Biomethan wird das Werk voraussichtlich jährlich rund 9.500 Tonnen CO₂-Äquivalent einsparen, insgesamt 28.500 Tonnen CO₂-Äquivalent über die gesamte Vertragslaufzeit, was dem Pflanzen von 182.000 Bäumen in diesem Zeitraum entspricht. Dies wird das erste Werk von Knauf weltweit sein, das Biomethan nutzt.
Marcel Jorand, CEO von Gás Verde, erklärte, das Unternehmen freue sich, Knauf bei der Dekarbonisierung seiner Produktion unterstützen zu können, und hoffe, dass dies nur der Beginn der Zusammenarbeit sei.
Eduardo Eleuterio, CEO von Knauf Brasilien, erklärte, die Partnerschaft mit Gás Verde sei ein Meilenstein für die Führungsrolle des Unternehmens. Das Werk in Queimados werde das erste Konzernwerk weltweit sein, das Biomethan einsetzt. Er wies darauf hin, dass die Partnerschaft ein Drittel des Energiebedarfs des Werks decken und durch die vollständige Austauschbarkeit von Biomethan und Erdgas eine schnelle Produktionssteigerung ermöglichen könne. Dies sei eine strategische Entscheidung, um die Dekarbonisierung zu beschleunigen und die Widerstandsfähigkeit sowie Wettbewerbsfähigkeit des brasilianischen Standorts zu stärken.
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