de.wedoany.com-Bericht: Rhenus Logistics hat einen alternativen Landkorridor über Jordanien eingerichtet, der Europa mit dem Nahen Osten verbindet, um den Auswirkungen der anhaltenden Konflikte in der Region auf die traditionellen Frachtrouten zu begegnen. Diese Route kombiniert Straßentransport mit multimodalem Verkehr und verbindet die Türkei und Europa mit Saudi-Arabien (Riad, Dammam), Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten (Jebel Ali, Abu Dhabi), Katar, Bahrain und Oman. Ziel ist es, eine höhere Vorhersagbarkeit und Kontrollierbarkeit zu bieten.

Habeeb Kunhipurayil, Manager für Luft- und Seefracht der Region Naher Osten bei Rhenus, erklärte, dass die traditionellen Routen einem wachsenden Transportdruck ausgesetzt seien und die Kunden zuverlässige Alternativen benötigten. Dieser Korridor biete eine stabile und skalierbare Lösung, die einen reibungslosen Warenfluss auch unter schwierigen Bedingungen gewährleiste. Seit dem Betriebsstart vor weniger als einem Monat hat Rhenus über diesen Korridor bereits mehr als zehn Lkw-Ladungen mit über 190 Tonnen Fracht abgewickelt. Die in Deutschland, Italien, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten verteilten Rhenus-Teams koordinieren die grenzüberschreitende Abwicklung und die einheitliche Servicebereitstellung.
Die Transportzeit von der Türkei nach Jordanien beträgt 10–13 Tage, von Europa nach Jordanien 19–22 Tage, abhängig von den Grenz- und Betriebsbedingungen. In einem aktuellen Fall transportierte Rhenus für FTE, einen Ausrüstungslieferanten der Öl- und Gasindustrie, eine zeitkritische Lieferung von Ölfeldausrüstung von Lyon, Frankreich, nach Dubai. Über Straßen- und Fährdienste von Triest, Italien, und Mersin, Türkei, dauerte der Transport 18 Tage, bevor er über Jordanien in die VAE gelangte. Die Geschäftsführer von Rhenus Türkei, Mert Gedikçi und Korcan Tuğrul, ergänzten, dass die Türkei eine entscheidende Rolle als operative Brücke zwischen Europa und dem Nahen Osten spiele. Dieser neue Korridor zeige, wie lokale Expertise, grenzüberschreitende Koordination und Partnernetzwerke dazu beitragen könnten, stabile Transportströme aufrechtzuerhalten und die Lieferkette der Kunden zu sichern.
Anfang dieses Monats berichtete HLPFI, dass Rhenus begonnen habe, die ersten von 24 Zügen von China nach Brasilien zu transportieren.
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